Die Unbekannten verschafften sich demnach Zugriff über den legalen Zugang eines dänischen Unternehmens. Dieser Zugang wurde mittlerweile blockiert. Die Behörden ergriffen den Angaben zufolge Maßnahmen, um einen weiteren vergleichbaren Angriff zu unterbinden. Eine Untersuchung zu dem Hackerangriff sei eingeleitet worden, hieß es in der Erklärung weiter.<BR /><BR />„Es handelt sich um einen äußerst schwerwiegenden Vorfall“, erklärte die für Digitales zuständige Ministerin, Christina Egelund. Sie erklärte am Montag, das gesamte Ausmaß des Angriffs müsse noch erfasst werden. Menschen, deren Name und Adresse als besonders schutzwürdig gelten, sind den Angaben zufolge nicht von dem Hackerangriff betroffen. „Gemeinsam mit allen zuständigen Behörden sind wir dabei, das gesamte Ausmaß des Vorfalls zu ermitteln“, sagte Egelund. Behörden ergriffen laut dem Ministerium Maßnahmen, um einen weiteren vergleichbaren Angriff zu unterbinden. Ermittlungen wurden eingeleitet. Die Urheber des Angriffs waren zunächst nicht bekannt.<BR /><BR />Das dänische Personenregister enthält laut Ministerium Daten von rund elf Millionen Personen. Dazu gehören neben heute lebenden und in Dänemark wohnhaften Personen auch Verstorbene sowie Personen, die ins Ausland gezogen sind. Gespeichert sind laut der Nachrichtenagentur Ritzau beispielsweise auch die Zugehörigkeit zur dänischen Volkskirche sowie gegebenenfalls Informationen über eine Entmündigung oder Einschränkungen der rechtlichen Handlungsfähigkeit. In Dänemark leben etwa sechs Millionen Menschen.<BR /><BR />„Was in Dänemark passiert ist, kann jederzeit auch bei uns passieren. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es auch in Österreich gröber kracht“, warnte Süleyman Zorba, Digitalisierungssprecher der Grünen. Die österreichische Verwaltung, Betriebe und kritische Infrastruktur seien „genauso im Visier“. Zorba verwies auf von seiner Partei vorgelegte Vorschläge: einer nationalen Sicherheits- und Aufklärungskampagne gegen Cyberkriminalität für Unternehmen und Bevölkerung und einen Plan, wie sich Österreich auf Angriffe durch autonome KI-Agenten vorbereite. Er forderte die Regierung auf, sich mit dem Thema Cybersicherheit zu beschäftigen.