„Weil wir damit um 20 Millionen Euro mehr haben, kann die Beseitigung des Bahnübergangs in Innichen finanziert werden“, meint der Landesrat. Aber nicht nur – es wird noch Weiteres finanziert.<BR /><BR />Bei den Bahnübergängen im Pustertal ist es in den vergangenen Wochen mehrmals zu Problemen gekommen: So ist beispielsweise ein Postauto zwischen den Schranken stecken geblieben. Auch gestern Vormittag ist ein Bahnübergang vorübergehend blockiert gewesen, berichtet Alfreider. <BR /><BR />Mit Olympia-Geldmitteln kann nicht nur eine Brücke in <b>Innichen</b> gebaut werden, die die Probleme mit dem Bahnübergang lösen werden. Finanziert wird damit auch die Sicherung der Pustertaler Straße zwischen <b>Kiens</b> und <b>St. Lorenzen</b> im Bereich <b>Kniepass</b>. Dort wird eine Grünbrücke gebaut – eine Tierquerungshilfe, womit die Sicherheit der Wildtiere und der Verkehrsteilnehmer erhöht werden soll. <BR /><BR />Insgesamt werden im Bereich Tiefbau derzeit 34 Projekte landesweit umgesetzt – 15 weitere Projekte kommen nun dazu – diese werden heuer ausgeschrieben. So soll auch die Staatsstraße in <b>Graun</b> am Reschensee fertiggestellt werden. Dort wird der Straßenverlauf verlegt und zudem werden Schutzbauten errichtet, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Schutzdämme gegen Lawinen und Steinschlag werden errichtet, eine neue Brücke für den Zugang zum Recyclinghof gebaut. Die Bauarbeiten für das zweite Baulos werden heuer ausgeschrieben. Kosten: 14 Millionen Euro. <BR /><BR />Weiters werden Projekte zur „hydrogeologischen Sicherheit“ finanziert: Das betrifft zwölf Maßnahmen, vor allem den Steinschlagschutz und die Hangsicherungen. 68 Millionen Euro werden dafür bereitgestellt. Wichtigstes Vorhaben dabei ist der Tunnel- und Straßenausbau auf der <b>Völser Straße</b> – vom Gasthof Faust in Richtung Völs. Baulos 1 wird bereits gebaut. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Ausschreibung des zweiten Bauloses. „Wir warten sehr dringend auf die Umsetzung – bereits seit 20 Jahren“, sagt der Völser Bürgermeister Othmar Stampfer. Denn: Die Straße sei viel zu schmal. „Die Busse benötigen in den Kurven die gesamte Straßenbreite.“ Das seit nicht mehr zeitgemäß. Beim Straßen- und Tunnelbau hätten das Eggental und das Sarntal Priorität gehabt – nun sei endlich die Völser Straße an der Reihe.<BR /><BR />Der Zeitplan für die Investitionen sieht vor, dass heuer 231 Millionen Euro für den Tiefbau bereitgestellt werden sollen, im nächsten Jahr dann 115 Millionen Euro und 2028 dann noch einmal 70 Millionen Euro. Landesrat Alfreider betont, dass die Olympiagelder nicht nur dem Pustertal zugute kommen, sondern ganz Südtirol. Zwar werden die Gelder vor allem im Pustertal eingesetzt, aber damit bleibt auch mehr Geld aus dem Landeshaushalt übrig für Projekte im Vinschgau, Wipptal, Bozen usw. So komme es zu einer „Verschiebung“ der Haushaltsgelder.