Mittwoch, 08. Juli 2020

Das ändert sich nach Covid-19: lvh-Frauen im Gespräch mit Waltraud Deeg

Noch vor der Sommerpause hat sich die Frauengruppe im lvh zu einem Meinungsaustausch mit Familienlandesrätin Waltraud Deeg getroffen. Die Unternehmerinnen hatten zahlreiche Fragen rund um die Themen Pensionsvorsorge, Sommerbetreuung für Kinder nach Covid-19, Bürokratie und Wohnbau.

Die Handwerkerfrauen im Gespräch mit Landesrätin Waltraud  Deeg.
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Die Handwerkerfrauen im Gespräch mit Landesrätin Waltraud Deeg. - Foto: © lvh
Nach vielen Videokonferenzen versammelten sich die Unternehmerinnen erstmals wieder im Haus des Handwerks. Während der Ausnahmesituation aufgrund von Covid-19 sind zahlreiche Fragen und neue Herausforderungen entstanden, welche die Unternehmerinnen mit Deeg besprechen wollten.

Ein großes Thema stelle dieses Jahr die Sommerbetreuung der Kinder dar. „Aufgrund der kurzfristigen Informationen und Entscheidungen hatten viele Familien keine Planungssicherheit. Lange war nicht klar, ob Sommerkurse stattfinden können und dies war gerade für berufstätige Familien eine große Herausforderung“, unterstrich Landesfrauenausschussmitglied Johanna Falser.

Zahlreiche Fragen noch offen

Landesrätin Deeg erläuterte: „Im Vergleich zu anderen Jahren haben wir heuer effektiv nur halb so viele Einschreibungen. Viele Familien sind verunsichert und haben sich vielleicht anderweitig organisiert. Wir waren stets bemüht, mit den Gemeinden und Betreuungsorganisationen Lösungen zu finden, damit alle Kinder einen Platz erhalten, was schlussendlich auch gelungen ist“.

Zahlreiche Fragen seien allerdings in Hinblick auf das kommende Jahr noch offen, so zum Beispiel der zukünftige Schülertransport, der Mensabetrieb in den Schulen sowie konkrete Unterrichtszeiten. „Wir werden alle Sicherheitsvorkehrungen treffen müssen, um eine 2. Infektionswelle zu verhindern. Nichtsdestotrotz werden wir uns für die Bedürfnisse der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, insbesondere aber der Familien einsetzen“, betonte die Landesrätin.

Inforeihe zu Rententhema angedacht


Thematisiert wurde im Rahmen des Treffens auch die Pensionsvorsorge. „Vielen Frauen fehlen aufgrund der Mutterschaftsauszeiten mehrere Rentenjahre. Die einzige Möglichkeit, die die Frauen haben, ist sich rechtzeitig über die Rentensituation zu informieren und entsprechende Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Wünschenswert wären noch mehr Anreize im Sinne der Rentenvorsorge“, unterstrich die lvh-Bezirksobfrau im Oberpustertal Daniela Seyr und die lvh-Bezirksobfrau im Untervinschgau Rita Egger.

Aufgrund der Pandemie mussten viele Mütter ihre Arbeit notgedrungen auf Teilzeit umstellen oder gar kündigen. Die Befürchtungen gehen dahin, dass nach Aufhebung der Kündigungsfrist noch weitere Entlassungen folgen, was unweigerlich zu weiteren finanziellen Einbußen führen wird.

Hinzu kommen ein gewisser Frust, Stress, soziale Abschottung von der Arbeitswelt und nicht realisierbare Karrierechancen, was wiederum negative Auswirkungen in Hinblick auf die Rente mit sich bringe. In diesem Zusammenhang wird für Herbst eine gemeinsame Inforeihe angedacht, bei der das Rententhema und die entsprechenden Vorsorgemöglichkeiten aufgezeigt werden sollen.



stol

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