Das Kind musste vor ihrer Verschleppung in den Gazastreifen die Ermordung ihrer beiden Eltern mit ansehen. An jenem 7. Oktober war die damals Dreijährige mit ihren Geschwistern (6 und 10) zu Hause an der Grenze zum Gazastreifen, als die Terroristen der Hamas einfielen und vor den 3 Kindern die Mutter erschossen. Als ihr Vater sich schützend über seine Tochter Avigail legte, sei auch er erschossen worden, berichteten US-Medien. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="968557_image" /></div> <h3> Geschwister versteckten sich in einem Kasten</h3>Avigails Geschwister überlebten, weil sie sich in einem Kasten versteckten, wo sie 14 Stunden lang ausgeharrt hätten, bevor sie gerettet wurden, hieß es. Ihre kleine Schwester, die zunächst für tot gehalten worden sei, sei unter der Leiche ihres Vaters hervorgekrochen und zum Haus eines Nachbarn gerannt, zitierte die „Washington Post“ eine Verwandte des Mädchens. Die Terroristen griffen sich dort Avigail zusammen mit der 5-köpfigen Nachbarsfamilie und verschleppten sie mit anderen Zivilisten in den Gazastreifen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="968560_image" /></div> <BR />Am Freitag wurde die Kleine in Gefangenschaft 4 Jahre alt. Jetzt ist sie wieder mit ihren Angehörigen vereint. Eine Aufnahme zeigte die kleine Avigail lächelnd auf dem Schoß ihrer Tante auf einem Bett in einem Kinderspital im Beisein ihres Onkels und ihrer Großeltern.<h3>Weitere 11 Gaza-Geiseln übergeben</h3>Indes wurde gestern im Rahmen der Feuerpause eine weitere Gruppe israelischer Geiseln dem Roten Kreuz übergeben. 11 Geiseln seien in die Obhut der Mitarbeiter des Roten Kreuzes übergeben worden, teilte die israelische Armee am Abend mit. Nach Medienberichten handelt es sich um 9 Kinder und 2 Frauen. Im Gegenzug wurden 33 weibliche und jugendliche palästinensische Häftlinge entlassen. <BR /><BR />Es war bereits die vierte Gruppe an Geiseln, die seit Beginn der Feuerpause am Freitag im Gegenzug für die Freilassung palästinensischer Gefangener aus israelischen Gefängnissen freikam. Bisher waren 58 Geiseln freigekommen. Im Gegenzug wurden 117 Palästinenser aus der Haft entlassen. Nach dem Deal von Israel und Hamas kann die Feuerpause auf bis zu 10 Tage verlängert werden. In dieser Zeit soll ein Austausch von bis zu 100 Geiseln gegen bis zu 300 palästinensische Häftlinge möglich sein. <BR /><BR />Der Sprecher von Israels Regierung, Eilon Levi, sagte vor der gestrigen Freilassung, es würden noch 184 Geiseln im Gazastreifen festgehalten, darunter 14 Ausländer und 80 Israelis mit Zweitpass. Die US-Regierung wies darauf hin, dass womöglich nicht alle Geiseln im Gazastreifen von der Hamas festgehalten werden. Um mehr Geiseln gegen palästinensische Häftlinge aus Israel frei zu bekommen, müsse die Hamas diese Geiseln auch finden und holen, sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby. Es sei davon auszugehen, dass es andere Gruppen gebe, die einige der Geiseln festhalten. Kirby nannte keine Anzahl. <BR />