Für das Hochbauprogramm 2024 bis 2026 waren bereits 190 Millionen Euro in der Haushaltsplanung reserviert. Gestern konnte Landesrat Christian Bianchi in der Landesregierung weitere 84,6 Millionen Euro loseisen – und zwar 11,3 Millionen für 2024, 33,5 Millionen für 2025 und 39,7 Millionen Euro für 2026. <BR /><BR />Unterm Strich werden in den 3 Jahren 191 Projekte angegangen. Mit 31 Prozent entfällt auf Bildungseinrichtungen die größte Schnitte. Es folgen der Bereich Geologie und Schützhütten mit 20 Prozent, Verwaltung mit 17 Prozent, Kultur mit 13 Prozent und Bauten fürs Militär (Tauschhandel) mit 7 Prozent. 12 Prozent entfallen auf Soziales und Sanität. „Letztere hat allerdings noch ein zusätzliches eigenes Bautenprogramm, das vom Gesundheitsassessorat koordiniert wird“, sagt Landesrat Bianchi.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1044810_image" /></div> <h3> Palliative-Zentrum für Kinder entsteht in Tisens </h3>Im Laufe des heurigen Jahres wird unter anderem der Baustart für die neue Fakultät für Medizin sowie für ein Studentenwohnheim der Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe Claudiana in Moritzing in Bozen erfolgen. Vorgesehen sind 200 Betten, eine Mensa mit 100 Plätzen, Bar, Küche und 40 Stellplätze in einer Tiefgarage. Das Gebäude wird mit nachhaltigen Materialien errichtet, um die Ziele in puncto Nachhaltigkeit des Klimaplans zu erfüllen. <BR /><BR />In Bozen werden heuer das Musikkonservatorium, das Schülerheim „Damiano Chiesa“ und das Gymnasium Torricelli saniert, um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden. „Wir versuchen Sanierungsprojekten Vorzug zu geben – besonders wenn es eine Umstrukturierung der Räume braucht, wie in diesem Fall“, erklärt Bianchi. <BR /><BR />In Neumarkt entsteht 2024 ein Gemeinschaftskrankenhaus, in Brixen wird das Gymnasium „Fallmerayer“ restrukturiert, in Innichen das Schulzentrum erweitert, in Brixen das Gymnasium „Cusanus“ saniert, in Meran die Fachschule „Curie“ erweitert, am Berufsschulzentrum Schlanders entsteht eine Tiefbauhalle und in Mals entsteht ein neues Schülerheim mit Mensadienst. Doch es geht nicht nur um Schulen: In Sterzing erfolgt der Neubau und Umbau des Gebäude für das psychiatrische Wohnheim.<BR /><BR /> Unter den Bauvorhaben, die 2024 ausgeschrieben werden sollen, sticht das Palliative-Care-Zentrum für Kinder und Jugendliche in Tisens ins Auge. In Bozen soll in der Europaallee eine stationäre und teilstationäre Einrichtungen für Menschen mit Behinderung entstehen und Deutschnofen bekommt eine neue Forststation. Eine Großbaustelle entsteht in Bozen für das Militär: Verschiedene Teile der Vittorio-Veneto-Kaserne werden abgerissen und neu errichtet; das bestehende Gebäude mit Krankenstation saniert. In Eppan wird das Areal der Mercanti Kaserne neu bebaut.<h3> Bibliothekenzentrum in der Pipeline </h3> Auf jeden Fall im Zeitraum 2024/26 realisiert wird laut Bianchi die Sanierung der zum Museum Eccel-Kreuzer gehörenden Laubenhäuser in Bozen sowie die Musealisierung der römischen Villa in St. Pauls. Nach Jahren des Stillstands soll auch das Bibliothekenzentrum in Bozen angegangen werden. Es wird ein Dokumentationszentrum zum Minderheitenschutz und zur Autonomie sowie das Zentrum für audiovisuelle Medien des Landes beherbergen. <BR /><BR />Das Bibliothekenzentrum, das auf dem ehemaligen Schulgelände „Longon“ in unmittelbarer Nähe zur Bozner Altstadt entsteht, führt die italienische Landesbibliothek „Claudia Augusta“, die deutsche Landesbibliothek „Dr. Friedrich Tessmann“ und die Stadtbibliothek Bozen „Cesare Battisti“ zusammen. <BR /><BR />Zudem sind einige Eingriffe für das Heer geplant. Im Tauschwege erhält das Land nach deren Abschluss Liegenschaften des Militärs in verschiedenen Teilen Südtirols.