Dienstag, 3. Mai 2022

Das letzte Zugeständnis: Droht dem Superbonus das Aus?

Die Frist für den Zugang zum Superbonus für Einzelhäuser wird vom 30. Juni auf den 30. September verlängert: Das hat der Ministerrat am 2. Mai beschlossen. Die Tage des 110-Prozent-Bonus dürften aber trotzdem gezählt sein.

Der Superbonus hat sich zu einem Preistreiber im Bausektor entwickelt. In Rom wird nun laut darüber nachgedacht, die Maßnahme auslaufen zu lassen. - Foto: © ANSA / CIRO FUSCO

Ministerpräsident Mario Draghi und seine Regierung sind über die Kostenexplosion beim Bauen besorgt: Die Preise von Renovierungen haben sich mehr als verdreifacht. Der 110-Prozent-Superbonus mindert den Anreiz für Preisverhandlungen. Trotzdem sei der Bonus eine sinnvolle Maßnahme gewesen, um die Energieeffizienz von Gebäuden zu verbessern, betonte Draghi am Montag.

Problematisch am Bonus ist aber besonders das Thema der Weitergabe von Krediten. Unternehmen hätten Schwierigkeiten damit, Kredite für Arbeiten zu erhalten, die schon vor einiger Zeit abgeschlossen wurden und für die sie bereits Steuern, Gehälter und Beiträge gezahlt haben, bemängeln Kritiker. Die so genannte vierte Übertragung, die in der Gesetzesverordnung der Abgeordnetenkammer enthalten war, hat offenbar ihr Ziel nicht erreicht: Viele Banken haben keine neuen Superbonus-Anträge mehr akzeptiert, da sie an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen sind.

stol

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