Sowohl am Samstag als auch am Sonntag waren die Stellflächen beim Pragser Wildsee, in Brückele und auf der Plätzwiese schon gegen 8.30 Uhr zur Gänze besetzt. Mit der Sperre verschärfte sich die Verkehrssituation im gesamten Umfeld. Im Laufe des Vormittags bildeten sich auf der Pustertaler Straße lange Staus, die teilweise bereits bis nach Bruneck zurückreichten. Für viele Einheimische und Gäste wurde die Fahrt durchs Pustertal zur Geduldsprobe.<BR /><BR />„Es war ein Wahnsinn. Wir mussten die Zufahrt in unser Tal sperren“, erklärt Bürgermeister Friedrich Mittermair. Seinem Eindruck nach könnte der Besucheransturm heuer noch größer ausfallen als in den vergangenen Jahren. „Der Druck auf das Tal steigt weiter“, befürchtet er. Bestätigt fühlt er sich von der großen Zahl an Zufahrtsbuchungen für die Sommermonate. Seit Mittwochnachmittag kann die Zufahrt online reserviert werden. „Innerhalb der ersten zehn Minuten hatten wir 400 Buchungen“, berichtet der Bürgermeister. Die hohe Nachfrage zeige deutlich, wie groß das Interesse am Pragser Tal und insbesondere am Pragser Wildsee sei.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1320642_image" /></div> <BR />Die Gemeinde habe alles unternommen, um die Situation am vorigen langen Wochenende bestmöglich zu bewältigen. „Alle unsere Mitarbeiter waren im Einsatz. Mehr können wir nicht tun“, betont der Bürgermeister. Die vorhandenen Möglichkeiten seien ausgeschöpft worden.<BR /><BR />Kritik übt Mittermair hingegen an der fehlenden Unterstützung durch die Sicherheitskräfte. An Tagen mit besonders hohem Besucheraufkommen werde die Gemeinde mit den Verkehrsproblemen weitgehend allein gelassen. „Wir bekommen von der Polizei und den Carabinieri leider keine Unterstützung“, erklärt er. Gerade an solchen Tagen wäre die Hilfe der zuständigen Behörden notwendig. „Ich rufe immer wieder an und bitte um Unterstützung, aber es kommt keine. Das ist schon mühsam.“<BR /><BR />Das vergangene Wochenende hat damit einmal mehr gezeigt, vor welchen Herausforderungen das Pragser Tal angesichts der anhaltend hohen Besucherzahlen steht. Schon vor dem offiziellen Beginn der Hauptsaison stößt die Verkehrsinfrastruktur an ihre Grenzen.