Rechte Handschrift oder gefühltes Problem: In der neuen Landesregierung wird es jedenfalls erstmals einen Landesrat für Sicherheit und einen Unterstützungsfonds für Polizeikräfte geben. <BR /><BR />Mit 35 Seiten kommt das Programm kurz und knackig daher. Vorangestellt ist ihm wie 2018 ein Bekenntnis zu Werten und <Fett>Autonomie</Fett>. Letztere soll auf Basis des in Rom eingereichten Gesetzesentwurfes hergestellt und ausgebaut werden. Damit Gesetze klarer ausfallen, soll im Landtag ein <Fett>Kontrollrat</Fett> eingesetzt werden. Alle <Fett>Ombudsstellen</Fett> im Landtag sollen zu einer „zentralen Anlaufstelle für Nöte“ zusammengelegt werden. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="981622_image" /></div> <BR /><BR />In der Landesregierung wird künftig ein Regierungsmitglied mit <Fett>Gewaltprävention und öffentlicher Sicherheit</Fett> beauftragt, um Ansprechpartner für staatliche Organe zu sein. Das war vom Start weg eine Forderung aller Rechtsparteien. Zudem soll die Ortspolizei landesweit vernetzt, Videoüberwachung ausgebaut und ein Unterstützungsfonds für alle Polizeikräfte eingerichtet werden, um bessere Ausrüstung (Taser, Body-Cams) zu kaufen. <BR /><BR />In Sachen <Fett>Prävention</Fett> sollen außerschulische Lernorte für problematische Jugendliche ausgebaut und in Bozen ein 24/Stunden Unterstützungsort für Streetworker geschaffen werden. In Sachen <Fett>Integration</Fett> ist u.a. neu, dass Geldleistungen verstärkt durch Sachleistungen (Gutscheine) ersetzt werden. Bei der <Fett>EEEVE</Fett> für öffentliche Beiträge soll ein System aufgebaut werden, das Einkommen und Vermögen im Ausland erfasst: Beides alte Wünsche der Rechtsparteien.<BR /><BR />Leistbarer <Fett>Wohnraum</Fett> für die „ansässige Bevölkerung“ soll mit einer „großangelegten öffentlichen Wohnbauoffensive“ geschaffen werden. Neben der klassischen Wohnbauförderung setzt man auf Steuerung durch die GIS: Langfristige Vermietung soll entlastet, Kurzzeit (AirbnB) mehr zur Kasse gebeten werden. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="981625_image" /></div> <BR /><BR />Bisher scheiterte vieles an fehlenden Baugründen: Jetzt soll die Pflicht kommen, bei neuen Wohnbauzonen Mindestflächen fürs Wobi zu reservieren. Bei Neubau und Erweiterung soll die Konventierungspflicht ausgedehnt werden und es wird wieder Landesdarlehen für den Erwerb von Erstwohnungen (Rotationsfonds) geben.<BR /><BR /> Fortgesetzt wird der <Fett>Nachhaltigkeitskurs</Fett>. Mehrfach wird allerdings betont, dass dieser „wirtschaftlich und sozial verträglich“ sein muss. Anvisiert wird ein dauerhafter Klimaschutzfonds zum Ausbau erneuerbarer Energien. Zuckerl für die Bauern: Agri-Fotovoltaik als „Pilotprojekt“ auf Obstwiesen.<BR /><BR />5 Seiten nimmt die <Fett>Gesundheitsversorgung</Fett> ein. Kurzfristig sollen 10 Gemeinschaftshäuser und 5 wohnortnahe Einsatzzentralen des Sanitätsbetriebs aufgebaut werden. Patienten sollen direkt vom Hausarzt generierte Vormerkungen erhalten. Zudem soll die einheitliche europäische NEA-Nummer eingeführt werden, über die telefonische Erstdiagnosen erstellt und der Anruf dann an den geeigneten Dienst weitergeleitet wird. <BR /><BR /> Mehr unterstützen will man Familien – u.a. mit flächendeckender Kinderbetreuung auch im Sommer. <BR /><BR /><BR />