Montag, 02. Dezember 2019

„Das war Steuergeld-Verschwendung“

Landtagsabgeordnete Ulli Mair (Freiheitliche) übt scharfe Kritik am Integrationsprojekt „hamet2F“, das Asylwerbern den Zugang zur beruflichen Aus- und Weiterbildung erleichtern sollte.

Ulli Mair steht dem Projekt „hamet2F“ kritisch gegenüber.
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Ulli Mair steht dem Projekt „hamet2F“ kritisch gegenüber. - Foto: © Seehauser

Für 185.000 Euro wurden die beruflichen und sozialen Kompetenzen von 50 Asylwerbern ermittelt. Ob sie in der Arbeitswelt Fuß fassen konnten, lasse sich wegen fehlenden Monitorings nicht sagen.

„Beim Projekt ,hamet2F' ,das das Land mit der Sozialgenossenschaft ,AKRAT' zwischen 2016 und 2018 durchgeführt hat, wurden in einem mit Riesenaufwand und Einsatz großer finanzieller Ressourcen betriebenen Feststellungsverfahren die praktischen und sozialen Kompetenzen sowie die beruflichen Fähigkeiten Hunderter Flüchtlinge ermittelt. Den Asylwerbern sollte so möglichst rasch der Zugang zur Arbeitswelt ermöglicht werden“, so Mair übers Ziel des Integrationsprojekts.

„Was dabei herauskam, lässt sich mit ,außer Spesen nichts gewesen„ kurz und bündig zusammenfassen. Das Projekt kostete den Steuerzahler 185.000 Euro – ganz ohne Ergebnis. Wie Landesrätin Waltraud Deeg auf meine Landtagsanfrage hin mitteilte, hat es die Landesregierung nach Abschluss des Programmes versäumt, den Werdegang der Asylwerber zu verfolgen. Die Landesregierung verfügt über keinerlei Informationen, wie viele der Teilnehmer tatsächlich den Sprung ins Berufsleben geschafft haben. Nach der öffentlichkeitswirksamen Übergabe der Teilnahmezertifikate durch Ex-Soziallandesrätin Martha Stocker wurde schlicht kein Monitoring mehr durchgeführt. Man hat den Leuten also bescheinigt, für welchen Berufs- und Bildungsweg sie die erforderlichen Fähigkeiten vorweisen, sie aber dann sich selbst überlassen“, so Mair.

„Was hier passiert ist, steht stellvertretend für viele Fälle von verantwortungslosem Umgang mit Steuergeld im Asyl- und Integrationswesen. Wenn die Landesregierung derart große Summen in die Hand nimmt, müsste sie im Anschluss wenigstens ein Ergebnis – unabhängig ob positiv oder negativ – vorweisen können“, so Mair.

d