„Positionspapier zur Wolfspopulation in den Alpen“ sorgt schon bei den Vorbereitungsarbeiten für Diskussion. <BR /><BR /><BR /><BR />Gestern hat die interregionale Landtagskommission in Bozen getagt, dabei wurde die 20 Anträge umfassende Tagesordnung für den Dreier-Landtag am 21. und 22. Oktober beschlossen. Die Themenbereiche umfassen Tourismus, Verkehr, Gesundheit, Gesellschaft sowie Kunst und Kultur. Unter den Anträgen ist auch jener zum „gemeinsamen Positionspapier zur Wolfspopulation in den Alpen“. <BR /><BR />Die Nordtiroler Grünen hatten schon im Vorfeld klar gemacht, dass sie dem Antrag der 3 SVP-Bauernvertreter Sepp Noggler, Manfred Vallazza und Franz Locher sowie Andreas Leiter Reber (Freiheitliche) in der vorliegenden Form nichts abgewinnen können. Nun wurde ein Konsens erzielt, wonach der Antrag abgeändert auf die Agenda des Dreier-Landtages gesetzt und dort debattiert werden soll. <BR /><BR /><b>„Am Herzstück wird nicht gerüttelt“</b><BR /><BR />„Sinngemäß wird der Antrag so belassen. Zum einen soll aber die Formulierung ,sensible Gebiete’ mit ,Weideschutzgebiete’ ersetzt werden. Zum anderen geht es um das Wort ,senken’ in Bezug auf den Schutzstatus des Wolfes: Das könnte dahingehend umformuliert werden, dass aufgrund von Monitoring und Erfassung der Problematik eine Regelung für geeignete Maßnahmen – wie auch die Entnahme – ergriffen werden können“, sagt Noggler. Am Herzstück des Antrags – der einheitlichen Koordination bzw. dem Managementplan der 3 Länder – werde damit nicht gerüttelt, betont er. <BR /><BR />Nicht überzeugt ist Miteinbringer Manfred Vallazza. „Mit ,Weidenschutzgebiet’ kann ich leben, aber die zweite Umformulierung lässt mich befürchten, dass es zu Verzögerungen beim Ergreifen konkreter Maßnamen kommen könnte. Wie müssen das auf alle Fälle am Montag noch in der Fraktion diskutieren“, stellt er klar.<BR /><BR /><b>Verbesserte Geschäftsordnung</b><BR /><BR />Wie bereits beim Dreier-Landtag 2019 in Meran stehen auch diesmal Leitanträge der Landtagspräsidentinnen Sonja Ledl-Rossmann (Bundesland Tirol), Rita Mattei (Südtirol) und von Landtagspräsident Walter Kaswalder (Trentino) am Beginn der Tagesordnung. Diese beschäftigen sich u. a. mit einer Überarbeitung der Geschäftsordnung des gemeinsamen Landtages, um dessen Arbeitsweise künftig noch effizienter gestalten zu können. <BR /><BR />Weitere Anträge betreffen eine Vernetzung der Jugendzentren, eine länderübergreifende Fahrradstrategie, den Ausbau bestehender Sprachförderprogramme, die Gründung eines Tirol-Museums oder auch eine verstärkte Kooperation insbesondere in epidemiologischen Belangen durch die Errichtung eines Kompetenzzentrums.<BR />