Mittwoch, 02. Dezember 2020

Dekret für die Weihnachtszeit wird am Donnerstag vorgestellt

Die Regierung Conte wird die Corona-Beschränkungen für die Zeit von Weihnachten und Silvester verschärfen. Das neue Dekret mit den Anti-Covid-Auflagen für die Weihnachtszeit wurde am Mittwochabend noch mit den Regionen besprochen und soll am Donnerstag offiziell vorgestellt werden.

Am Donnerstag will Ministerpräsident Giuseppe Conte das Dekret zur Weihnachtszeit vorstellen.
Am Donnerstag will Ministerpräsident Giuseppe Conte das Dekret zur Weihnachtszeit vorstellen. - Foto: © ANSA / UFFICIO STAMPA PALAZZO CHIGI/FIL
An den Weihnachtsfeiertagen und an Neujahr sollen Reisen zwischen den Regionen und ins Ausland möglichst unterbleiben, sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza vor dem Senat am Mittwoch.

Auch Fahrten zwischen Gemeinden sollten begrenzt werden. Am 5. und am 6. Dezember sowie am 1. Jänner sollen die Italiener ihre Wohngemeinde nicht verlassen.

„Wir müssen den Kontakt zwischen den Menschen so weit wie möglich einschränken“, sagte Speranza. Ohne solche Einschränkungen stehe im Jänner und Februar „eine dritte Welle vor der Tür“, warnte er.

„Zu Weihnachten können wir uns nicht mehr die Leichtsinnigkeiten des Sommers erlauben, als die sozialen Kontakte zugenommen haben und die Infektionen gestiegen sind“, erklärte Speranza.

Die Regierung will an dem Anfang November eingeführten „Ampelsystem“ festhalten, mit dem das Land in rote, orangen und gelbe Zonen eingestuft worden ist. Das Ampelsystem habe zu einem Rückgang der Infektionszahlen beigetragen und dem Land einen kompletten Lockdown wie im März und April erspart, sagte Speranza.

Italien sehe zwar Licht am Ende des Tunnels, das Virus sei jedoch noch stark verbreitet. Das Contact Tracing sei schwierig, der Druck auf Krankenhäuser und Intensivstationen sei weiterhin stark, die Zahl der Todesopfer noch hoch, meinte der Minister.

Am Mittwoch wurden in Italien 20.709 Neuinfizierte gezählt. Außerdem wurden 684 an oder mit Covid-19 Verstorbene gemeldet, am Vortag waren es 785, teilte das Gesundheitsministerium mit.

apa