Samstag, 26. Januar 2019

Demo rund um Akademikerball friedlich

Mit weniger Teilnehmern als in den Jahren davor ist die offizielle Demonstration gegen den freiheitlichen Akademikerball in der Wiener Hofburg Freitagabend zu Ende gegangen.

Die Demo ging friedlich über die Bühne Foto: APA
Die Demo ging friedlich über die Bühne Foto: APA

1.600 Teilnehmer hatten sich laut Polizei zur Schlusskundgebung auf dem Stephansplatz versammelt. Zu Sachbeschädigungen oder Festnahmen kam es nicht. Der Unmut entlud sich vor allem verbal gegen die Regierung.

Die Demonstration, zu der das Bündnis „Offensive gegen Rechts” geladen hatte, startete am frühen Abend wie in den vergangenen Jahren vor der Wiener Universität und führte über die Wipplingerstraße zum Stephansplatz. Rund um die Proteste war eine Sperrzone errichtet worden, die allerdings kleiner aus als in den Jahren zuvor ausfiel. Rund 1.900 Beamte waren im Einsatz, laut Polizei in etwa ein Drittel weniger als im Jahr 2018.

Amtshandlungen oder Sachbeschädigungen gab es laut ersten Angaben der Exekutive keine. Allerdings wurden vereinzelt pyrotechnische Gegenstände gezündet. Es dominierten Parolen gegen die türkis-blaue Regierung, wie etwa „Schießt den Strache auf den Mond, das ist Raumfahrt, die sich lohnt”. Die Angaben der Veranstalter unterschieden sich wie zumeist von jenen der Polizei. Sie sprachen in einer Aussendung von rund 4.500 Demonstranten in der Wiener Innenstadt.

Unmut gegen „grausliche Politik”

Auch bei der Schlusskundgebung entlud sich der Unmut vor allem gegen die „grausliche Politik” der ÖVP-FPÖ-Koalition. Rechtsextreme bräuchten ihre Ideologie nicht mehr zu verstecken, hieß es etwa. Im Visier stand vor allem Innenminister Herbert Kickl (FPÖ), der in den vergangenen Tagen mit seinen Aussagen zum Rechtsstaat für Kritik gesorgt hatte. Man habe einen Innenminister, der die drei Grundpfeiler der Demokratie infrage stellt, hieß es bei der Demo. Gegen 19.30 löste sich zumindest die offizielle Demonstration nach und nach auf.

apa

stol