„Unmittelbar danach wird es ein informelles Treffen mit den Gewerkschaften geben, um den Beginn der Arbeiten, grundsätzliche Inhalte und den Zeitplan zu vereinbaren“, kündigt Kompatscher an.<BR /><BR />Dann erfolge – gemäß dieser Vereinbarung – der offizielle Verhandlungsbeginn. Pro Jahr werden 110 Millionen Euro als Reallohnerhöhung bereitgestellt. Den Lehrern winken weitere 5.200 Euro pro Kopf und Jahr. Wenn differenziert wird zwischen Berufseinsteigern und Lehrern, die am Ende ihrer Berufskarriere stehen, könnten für Erstere 4.000 Euro herausschauen und für Letztere 6.000 Euro, rechnet Hubert Kainz (SGB-CISL) vor. Aber da sei noch nichts entschieden.<BR /><BR /> Laut der „Letter of Intent“ (Absichtserklärung) werden die zugesagten Erhöhungen aber nur dann rückwirkend ab dem 1. Jänner 2026 ausbezahlt, sofern die Entwürfe der entsprechenden Kollektivverträge zu den Gehaltserhöhungen sowie die Definition der Zulagen für die Zusatzleistungen bis spätestens 31. März vorunterzeichnet werden.<BR /><BR />Diese Absichtserklärung haben die Gewerkschaften aber nie unterzeichnet. Kainz weist darauf hin, dass bis dato der Stichtag 31. März aber „nie zurückgenommen wurde“. Laut Achammer kann diese Frist „in beidseitigem Einvernehmen verlängert werden, wenn die Verhandlungen gut verlaufen.“ Amhof meint: „Bis zum 31. März braucht es noch keinen ausgehandelten Vertrag, sondern nur einen Richtlinienbeschluss.“ Festgelegt werden sollte bis dahin, welche Punkte mit diesem neuen Vertrag geregelt werden sollen – dazu seien noch keine Berechnungen und keine Kalkulationen notwendig. Niedergeschrieben werden sollten die Inhalte, die die Landesregierung bereit sei, zu verhandeln.<BR /><BR />Achammer betont, dass es nicht nur ums Finanzielle gehe, sondern auch um den normativen Teil des Vertrages, der in die Jahre gekommen sei – um Arbeitszeitregelung und Dienstverpflichtungen. Petra Nock (ASGB) erinnert an Kompatschers Versprechen, wonach es sich um eine „reine Reallohnerhöhung handelt, die nicht an Bedingungen geknüpft ist.“ Deshalb werde bei diesen Lohndiskussionen sicher nicht über normative Themen gesprochen – sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt.