Donnerstag, 21. Februar 2019

Der 21-Punkte-Plan des Papstes gegen Missbrauch

Papst Franziskus hat einen 21-Punkte-Katalog vorgelegt, der auf dem Gipfel zum Thema Missbrauch im Vatikan diskutiert werden soll.

Papst Franziskus hat einen 21-Punkte-Katalog gegen Missbrauch vorgelegt.
Papst Franziskus hat einen 21-Punkte-Katalog gegen Missbrauch vorgelegt. - Foto: © shutterstock

Einige wichtige Vorschläge:

  • Ein Handbuch vorbereiten, welche Schritte genau nötig sind, wenn ein Verdachtsfall aufkommt
  • Staatliche Behörden und die übergeordneten kirchlichen Stellen nach kanonischem und bürgerlichem Recht informieren
  • Festlegung spezifischer Vorgehensweisen, wie Vorwürfe gegen Bischöfe zu behandeln sind
  • Opfer begleiten und nötige Hilfe leisten
  • Seelsorgerische Begleitung der Gemeinden, deren Kleriker straffällig geworden sind. Für die Täter Wege der Buße und der Genesung erarbeiten
  • Zusammenarbeit unter anderem mit Medien, um wahre Fälle von falschen und Anschuldigungen von Verleumdungen zu unterscheiden
  • Zur Eheschließung zugelassen werden sollen Minderjährige erst ab 16 Jahren
  • Sicherstellen, dass Priester und Bischöfe, die sich des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen schuldig gemacht haben, den Dienst aufgeben
  • Bewusstsein für Gründe und Folgen von sexuellem Missbrauch schärfen
  • Verstärkt Laien und Nichtkleriker bei Ermittlungen mit Bezug auf sexuellen Missbrauch und Machtmissbrauch einbinden
  • Von der Kirche unabhängige Stellen schaffen, die mit Geistlichen und Nicht-Klerikern besetzt sind, denen man Missbrauch melden kann
  • Die Verteidigungsrechte der Beschuldigten wahren
  • Psychologische Beurteilung der Kandidaten für das Priesteramt mit Hilfe von Experten
  • Ausbildungsprogramme für Seminaristen und Kandidaten für das Ordensleben, um die „zwischenmenschliche, spirituelle und psychosexuelle Reife“ zu festigen
  • Opfer begleiten und ihnen die nötige Hilfe anbieten
  • Verdächtige dürfen erst identifiziert werden, wenn sie endgültig verurteilt sind
  • Ausarbeiten, wie Zeichen von Missbrauch zu erkennen sind
  • Verhaltenskodex für Kleriker, Kirchenmitarbeiter und Freiwillige ausarbeiten, der festlegt, wie weit persönliche Beziehungen gehen dürfen

apa/dpa

stol