„Der Papst besitzt durch seine Geburt in Argentinien einen argentinischen Pass, aufgrund der italienischen Abstammung seiner Eltern auch einen italienischen und jetzt auch noch den vatikanischen. Dies ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass eine Mehrfachstaatsbürgerschaft nicht spaltet, sondern im Gegenteil, etwas über Grenzen hinweg Verbindendes darstellt. Wie kann Bischof Ivo Muser dies also als etwas 'Anachronistisches und Trennendes' abtun?“, hieß es in der Mitteilung der „Süd-Tiroler Freiheit“ am Mittwoch.Im Interview mit der Tageszeitung „Dolomiten“ hatte Muser die derzeitige Diskussion um den Doppelpass als „völlig überflüssig“ bezeichnet. Auch am Christtag hatte er in seiner Predigt sich dafür ausgesprochen, dass die Diskussion darum nicht spalten möge (STOL hat berichtet)„Sie bewirkt nichts anderes als eine Spaltung der Gesellschaft, wir reißen nur alte Wunden auf. Wir sind dabei, Dinge, die wir gemeinsam in diesem Land erarbeitet haben wie das Zusammenleben der Sprachgruppen, zu zerstören. Wenn ich mir einen zweiten Pass wünsche, dann ist es der europäische“, so der Bischof.apa/stol