Wie viel der Schuldenberg durch den Verkauf geschrumpft ist und wie viel an Schulden noch übrig geblieben sind, erfahren Sie im Artikel.<BR /><BR />Im Büro von Notar Marco Murara in Trient ging gestern Mittag ein Verkauf über die Bühne, über den in der SVP schon seit Jahren geredet wurde. Das Edelweiß trennt sich vom oberen Stock der Parteizentrale in der Brennerstraße, wo bisher Obmann, Parteisekretär sowie Pressestelle waren und EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann mit einer Mitarbeiterin untergebracht waren. Neuer Eigentümer ist die „Gestione commerciale SAS“ der Maria Rosa Podini. Der Verkaufspreis liegt bei 510.000 Euro.<BR /><BR />Innerhalb Juli erfolgt die Übersiedelung aller Mitarbeiter auf die erste Etage in die Büros rund um den Sitzungssaal. Dann wird der Zugang nach oben zugemauert. Es starten Umbauarbeiten. „Jeder von uns kann von heute auf morgen im Homeoffice arbeiten“, sagt Parteisekretär Stefan Premstaller. Im oberen Stock dürfte, wie man hört, Wohnraum entstehen.<BR /><BR />Als Partei unterliegt die SVP strengen Auflagen, wie jene der Veröffentlichung der Bilanz sowie deren Kontrolle in Rom. Morgen geht die Bilanz 2021 online – und kann sich sehen lassen. Nach einem Höchststand des Schuldenberges vor 10 Jahren mit 5,6 Mio. Euro sank dieser dieser bis 2016 für Partei und Magnago-Stiftung auf 4 Mio. Euro. „Mittlerweile haben wir die Außenstände wieder deutlich abgebaut und liegen jetzt laut Bilanz 2021 bei knapp 3 Mio. Euro“, berichtet Premstaller. Ziel sei es, die Schulden bis Ende des Jahres unter 2,5 Mio. Euro zu drücken. Eine mühsame Sache, den 2018 waren Parlaments- und Landtagswahlen, 2019 die EU-Wahl und 2020 die Gemeindewahl zu schlagen Jetzt steht man vor dem Wahljahr 2023 – und Wahlen kosten. „Aber wir segeln jetzt in ruhigeren Gewässern.“<BR /><BR />„Einzige Aufgabe der Partei kann aber nicht nur Sparen sein“, meint der Landessekretär. Der Fokus in der Parteiarbeit lag vor allem darin, die Funktionäre in den Gemeindestuben und Ortsausschüssen zu unterstützen oder, wie es Premstaller nennt, „unsere Verwurzelung als Partei zu stärken“.<BR /><BR />Die Bilanz der SVP umfasst Ein- und Ausgaben von rund 1,5 Mio. Euro. Größte Einnahmeposten sind die Parteiabgaben der gewählten Funktionäre, die „echt fleißig zu unserer Finanzierung beitragen“. Weitere Einnahmequellen sind Mitgliedsbeiträge, Spenden sowie 2-Promille-Zuwendung über die Steuererklärung. Diese spülte 2021 320.000 Euro in die Parteikasse.<BR /><BR />Im laufenden Jahr ist die Promille-Zuwendung allerdings etwas unsicher. Waren am Start 2019 nur 22 Parteien zur Promille-Förderung zugelassen, so sind es heuer über 30 – darunter erstmals die 5-Sterne-Bewegung. „Da der Topf mit 18 Mio. Euro aber immer gleich groß geblieben ist, werden die anteilsmäßigen Schnitte für alle kleiner. Wir wissen nicht, wie es heuer laufen wird“, sagt Premstaller. <BR /><BR /><BR />