<BR /><BR />Nicht raunzen, sondern machen, nicht lamentieren, sondern anpacken: Europa steht vor den größten Herausforderungen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. <BR /><BR />Zu lange wurde der verstopfte Abfluss ignoriert, alle Warnungen in den Wind geschlagen. Kuscheln der EU-Guten war einerseits, Zurechtweisen der EU-Bösen andererseits. <BR /><BR />„Derweil haben sich rundherum Situationen zusammengebraut, die das angenehme Leben zu ersticken drohen“<BR /><BR /><BR />So viele falsche Entscheidungen der Nationalstaaten wurden immer wieder in EU-Gesetze gegossen und umgekehrt. Man tanzte auf vielen Hochzeiten gleichzeitig, holte sich Blasen, ging tags darauf aber schon auf die nächste Party. <BR /><h3> „Wir reden in Europa wieder von Krieg“</h3>All die verflossenen Entscheidungsträger der jüngsten Jahre sind sich ihrer Hinterlassenschaften nicht bewusst, und jene, die nun walten, wollen den großen Knall nicht hören. <BR /><BR /><BR />Wir reden in Europa wieder von Krieg. Nicht nur an der Börse oder den Zollstationen. Es geht um Bomben und Granaten, die fallen könnten, um Aufrüstung und Mobilmachung. Von Toten und Verletzten, von Zerstörung und ewiger Feindschaft. <BR /><h3> „Die Zeit der kollektiven Entrümpelung ist gekommen“ </h3>Wer Politik mit Tunnelblick macht, fällt am Ende in den Bombenkrater. Die uralte Weisheit von der Aufrüstung in Friedenszeiten, um den Krieg zu verhindern, ist längst vergessen, hat aber Topaktualität. Denn: Der Traum vom ewigen Trallala ist endgültig geplatzt. Die Zeit der kollektiven Entrümpelung ist gekommen. <BR /><BR />Es ist immer wieder erstaunlich, wie die Überraschung lähmt, bewegungsunfähig macht. Es ist immer wieder verwunderlich, wie die Kurzsichtigkeit ernsthaft als Weitblick verkauft wird. Man echauffiert sich über das Unkraut in Nachbars Garten, sieht aber nicht den Wucher, der von hinten emporrankt. Die tolle Idee der großen Gemeinsamkeit, der Zusammenarbeit, Lebensfreude, Schwester- und Brüderlichkeit wurde – hoffentlich – unbewusst, aber konsequent ignoriert. <BR /><h3> „Werden die Zeiten wieder besser?“</h3>So viele Europäerinnen und Europäer, die nach wie vor denken, mitfiebern und beobachten, packt eine Art der Verzweiflung. Wo geht die Reise hin? Werden die Zeiten wieder besser? Gelingt die Schubumkehr? <BR /><BR /><BR />Es ist ein Hoffen und Bangen. Darauf, dass die Entscheidungsträger endlich die Kurve kratzen. Es braucht eine große Brise Kompetenz, genauso viel Hausverstand und Intelligenz, offene Ohren, Zuversicht und wieder mehr Selbstbewusstsein. <BR /><BR />Die alte Dame Europa ist nach wie vor gut in Schuss. Sie scheint irgendwie ewig jung. Es braucht die Besinnung auf all die großen Stärken der guten Jahre. Dafür sind Lenkerinnen und Lenker vonnöten, die wirklich wollen, bereit sind, in die Tiefe zu gehen, um die Gründerziele hervorzukramen und konsequent umzusetzen. <BR /><BR /><BR /> <a href="mailto:michael.fink@athesia.it" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">michael.fink@athesia.it</a>