Schelewa bestritt, in ihrem offiziellen Lebenslauf unwahre Angaben über ihre geschäftlichen Interessen gemacht zu haben. Zu „Gerüchten“, wonach ihr Ehemann Mafiakontakte habe, sagte sie: „All diese Beschuldigungen gegen meinen Mann oder mich sind völlig unbegründet.“ Die liberale bulgarische Europaabgeordnete Antonyia Parvanova widersprach heftig: „Frau Schelewa sagt nicht die Wahrheit.“ „Wir reden hier nicht über Gerüchte“, sagte auch die Vorsitzende des Anhörungsausschusses, die französische Grüne Eva Joly. Das Parlament werde den juristischen Dienst der Kommission bitten, sämtliche Unterlagen über die finanziellen Verhältnisse der designierten Kommissarin zu übersenden. Sollte das Europaparlament der Berufung Schelewas nicht zustimmen, so müsste es die gesamte Kommission unter der Leitung von Präsident José Manuel Barroso ablehnen. Die Abstimmung ist für 26. Januar geplant. Ein ablehnendes Votum könnte Barroso abzuwenden versuchen, indem er die bulgarische Regierung bittet, einen anderen Kommissar vorzuschlagen. dpa