Der Freiheitliche Landesparteiobmann und Abgeordnete Walter Blaas bemängelt den oberflächlichen Umgang mit der deutschen Sprache.Staatliche Stellen, wie die Steueragentur oder die Finanzpolizei, verfügen über einen vorwiegend italienischen Internetauftritt, bei dem die deutsche Sprache in vielen Fällen vergebens gesucht wird. „Die deutschsprachigen und ladinischen Bürger müssen sich auf den Webseiten von Trenitalia oder der S.I.A.E (Società Italiana degli Autori ed Editori) mit der italienischen oder englischen Fassung auseinandersetzen. Deutsch, immerhin öffentliche Amtssprache in Südtirol, ist nicht verfügbar, obwohl auch bei der S.I.A.E. die Zweisprachigkeitspflicht gelte“, kritisiert Blaas.„Eine deutsche Übersetzung der beiden Seiten ist nicht vorhanden. Das Gleiche gilt für die Seite der Finanzwache und der Carabinieri“, unterstreicht Blaas.Südtiroler haben Anrecht auf Übersetzung„Die Südtiroler deutscher Sprache haben ein Anrecht auf eine Übersetzung“, fordert der Freiheitliche Abgeordnete, „denn für alle Staatsbürger gilt das Recht, dass die Dienste sprachlich zugänglich sind. Besonders italienische Fachbegriffe müssen sachgerecht übersetzt werden.“„Auch das nationales Institut für die Versicherung gegen Arbeitsunfälle INAIL verfügt über eine vorwiegend italienischsprachige Homepage“, erklärt Blaas und unterstreicht, dass lediglich bei der Staatspolizei einige deutsche Übersetzungen zu finden seien. „Es kann nicht angehen, dass die Pflicht zur Zweisprachigkeit bei öffentlichen Körperschaften und Anstalten nicht eingehalten wird“, bemerkt Blaas abschließend. „Die fehlerhaften oder gar nicht vorhandenen Übersetzungen macht aus der deutschen und ladinischen Sprachminderheit Bürger zweiter Klasse.“ stol/ds