Montag, 29. Juli 2019

Deutsches Rettungsschiff „Alan Kurdi“ wieder vor Libyen unterwegs

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye ist in die Such- und Rettungszone vor Libyen zurückgekehrt, um Migranten in Seenot zu retten.

„Alan Kurdi" kehrt an die nordafrikanische Küste zurück. - Foto: APA (AFP)
„Alan Kurdi" kehrt an die nordafrikanische Küste zurück. - Foto: APA (AFP)

Das Schiff „Alan Kurdi“ werde westlich der libyschen Hauptstadt Tripolis patrouillieren und die zuständigen Behörden seien darüber informiert worden, teilte Sea-Eye-Sprecher Gorden Isler der Deutschen Presse-Agentur am Montag mit. Die „Alan Kurdi“ ist derzeit das einzige zivile Rettungsschiff im Mittelmeer vor der Küste des Bürgerkriegslandes, wo bei einem verheerenden Bootsunglück in der vergangenen Woche nach Schätzungen 200 Menschen gestorben sein könnten.

Im italienischen Hafen von Augusta harren derweil 131 gerettete Migranten auf einem Küstenwachen-Schiff aus. Italien will sie erst an Land gehen lassen, wenn sich andere EU-Staaten bereiterklären, die Menschen aufzunehmen. Die EU kann sich seit langem nicht auf einen Verteilmechanismus für Bootsflüchtlinge einigen. Die Regierung in Rom sperrt sich dagegen, dass die Geretteten in Italien an Land gehen. Sie geht insbesondere gegen private Seenotretter hart vor.

dpa

stol