Dienstag, 28. Juli 2020

Deutschland schickt Fregatte für Libyenembargo-Einsatz

Deutschland wird in der kommenden Woche eine Fregatte für den EU-Marineeinsatz zur Überwachung des UNO-Waffenembargos über Libyen ins Mittelmeer entsenden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur werden an Bord der „Hamburg“ etwa 250 Soldaten sein. Sie sollen Mitte August im Einsatzgebiet eintreffen.

An Bord der "Hamburg" werden etwa 250 Soldaten sein.
An Bord der "Hamburg" werden etwa 250 Soldaten sein. - Foto: © APA (dpa) / Mohssen Assanimoghaddam
Ziele der Operation Irini sind die Stabilisierung des nordafrikanischen Bürgerkriegslandes Libyen sowie die Unterstützung des UNO-geführten politischen Friedensprozesses. Neben Waffenschmuggel soll sie auch Ölschmuggel verhindern.

In Libyen herrscht seit dem Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 Bürgerkrieg. Die Regierungstruppen werden maßgeblich von der Türkei unterstützt, ihre Gegner von Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Russland. Alle Versuche, in dem Konflikt zu vermitteln, blieben bisher erfolglos - darunter auch eine Libyenkonferenz in Berlin im Jänner.

apa