Mittwoch, 04. März 2015

Die Aufschnaiterschule darf bleiben, wo sie ist

Die Aufschnaiterschule in Bozen darf an ihrem angestammten Platz bleiben. So zumindest hat es der Landtag in seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen. Dennoch gibt es in Sachen Sanierung und Besitzverhältnisse mit der Gemeinde Bozen noch einige Punkte, die zu klären sind.

Die Schule ist in keinem guten Zustand.
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Die Schule ist in keinem guten Zustand. - Foto: © D

In Sachen Aufschnaiterschule hat die neue Landesregierung eine Kehrtwende vollzogen.

Die Aufschnaiterschule sei vor Jahren als Erweiterung der Universität gedacht worden, jetzt aber hätten sich die Voraussetzungen geändert, bestätigte Christian Tommasini, nachdem sich der Landtag am Mittwoch für eine Beibehaltung der Schule an ihrem aktuellen Standort ausgesprochen hat. 

Stadtobmann Dieter Steger freut sich über diesen Erfolg und sieht sich durch den Landtags-Beschluss bestätigt, der unter anderem ein rasches Abwickeln der Sanierung vorsieht.

Breiter Konsens für Totalsanierung

Die Einsicht, die Schule an ihrem derzeitigen Standort zu belassen, sei auch bei der neuen Landesregierung - allen voran Landeshauptmann Arno Kompatscher und Schullandesrat Philipp Achammer - gegeben und die Notwendigkeit einer Totalsanierung offensichtlich, so Steger. Dazu gebe es einen breiten Konsens.  

Immer wieder war auch in den Medien über den prekären Zustand der Aufschnaiterschule berichtet worden. Dennoch hatten Schüler, Eltern und Lehrer sich gegen eine Verlegung der Schule ausgesprochen, wie sie von der früheren Landesregierung beabsichtigt worden war. 

Dies war nämlich in einem Tauschabkommen zwischen Gemeinde und Provinz aus dem Jahr 2010 vorgesehen. 

"Das Projekt Aufschnaiterschule ist auf Schiene gebracht, die Vorbereitungsarbeiten laufen. Auch die formalen Abwicklungsschritte des Landes und der Gemeinde Bozen sind eingeleitet", so Steger. Man verhandle noch mit der Gemeinde, auch wegen des ursprünglichen Tauschgeschäfts. 

"Nun brauche es die nötigen Unterschriften, die in den kommenden Wochen erfolgen sollten", zeigt sich Steger überzeugt. Am Mittwoch findet dazu eine Sitzung zwischen dem zuständigen Landesrat und den Vertretern der Gemeinde Bozen statt.  

Wieder ein Tauschgeschäft?

Denn: In Sachen Besitzverhältnisse gilt es noch einiges zu klären. Die Schule war nämlich an die Landesverwaltung gegangen und die Gemeinde hatte dementsprechend Geldmittel erhalten. 

Bleibt die Schule an ihrem Standort wäre eine Rückführung in den Besitz der Gemeinde sinnvoll, die für die Mittelschulen zuständig ist. Bislang hatte sich Bürgermeister Luigi Spagnolli dahingehend immer bedeckt gehalten, da die Gemeinde nicht über die entsprechenden Mittel verfügt. 

Daher wurde die Idee geboren, das Stadtmuseum der Landesverwaltung als Gegenleistung zu überlassen. Dieser Vorschlag stieß bislang nicht bei allen auf Gegenliebe.

Wie sich Land und Gemeinde einigen, bleibt abzuwarten. Eine Verlegung der Aufschnaiterschule scheint damit aber vollständig vom Tisch. 

Schulgemeinschaft froh über Beschluss

"Das lange Warten der Schulgemeinschaft hat ein Ende: die Schüler werden bald eine sichere Schule haben, die ihren Bedürfnissen entspricht", hieß es in einer ersten Reaktion.

Besonderes Augenmerk galt der Aussage von Landesrat Achammer, der mitgeteilt hat, dass mit den Umbauarbeiten bereits im kommenden Sommer begonnen wird.

stol/ker

stol