Dienstag, 09. Juni 2015

Die Bargeldgrenze von 1000 Euro soll fallen

Daniel Alfreider hat mit seinem Antrag Öl ins beständig flackernde Feuer gegossen und die Diskussion rund um die umstrittene Bargeldgrenze von 1000 Euro in der Abgeordnetenkammer in Rom wieder entfacht. Regierung und Kammer sagen Ja zu einer Angleichung an europäische Standards.

Die Bargeldgrenze von 1000 Euro soll fallen.
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Die Bargeldgrenze von 1000 Euro soll fallen. - Foto: © shutterstock

Immer wieder haben sich die SVP-Parlamentarier in Senat und Kammer für die Erhöhung eingesetzt und ausgesprochen. Nun hat sich die Abgeordnetenkammer mit dem Thema befasst.

Alfreiders Antrag wurde mit 284 Ja-Stimmen genehmigt.

Die Regierung wird somit vom Parlament aufgefordert, die derzeit gültige Bargeldgrenze von 1.000 Euro dem europäischen Standard anzugleichen. 

„Wir sind absolut nicht gegen die Förderung vom „elektronischen Geld“, ganz im Gegenteil. Für die elektronische Zahlungsmethoden sollen die Kommissionsgebühren in Zukunft niedriger ausfallen, um diese auch zu fördern“, erklärte Daniel Alfreider auch in Namen seiner Kollegen Albrecht Plangger, Renate Gebhard, Manfred Schullian, Mauro Ottobre und Rudi Marguerettaz vor der versammelten Kammer.

Mehr Schaden angerichtet

„Die Fakten haben jedoch eindeutig gezeigt, wie die Einschränkung auf 1.000 Euro bei Bargeldzahlungen speziell in Grenzgebieten nicht die erhofften Ergebnisse gebracht, sondern vielmehr große Schäden angerichtet hat. Mit diesem Antrag wollen wir den Forderungen unserer Betriebe, Verbände und Organisationen nachkommen und die wichtigen Branchen des Tourismus, Handels und Handwerkes unterstützen“, erklärte Alfreider weiter.

„Im Grenzgebiet konfrontieren sich unsere Bertriebe tagtäglich mit den angrenzenden Mitgliedsstaaten und im Bereich Bargeldzahlungen müssen wir feststellen, dass zum Beispiel Österreich, und viele andere Staaten lediglich das von der EU festgelegte Limit von 15.000 Euro anwenden. Das führt dazu, dass gerade in Italien Betriebe eine erhebliche Einschränkung in ihrer Handelsfreiheit erfahren und sich somit mit ungleichen Mitteln der europäischen Konkurrenz stellen müssen“, betont Alfreider.

„Mit der Abstimmung werden unsere Forderungen an die Regierung gestellt. Wir hoffen, dass nun die Regierung die Maßnahme angehen wird, auch wenn es sicherlich noch ein weiter Weg ist. Aber wir bleiben am Ball“, so der SVP-Fraktionssprecher.

stol

stol