Dienstag, 05. Mai 2020

Die Fahrgastzahlen in den Öffis sind drastisch eingebrochen

Bei der virtuellen Medienkonferenz ging es am Dienstagnachmittag um den öffentlichen Nahverkehr. An der Medienkonferenz teilgenommen haben Landesrat Daniel Alfreider, SASA-Direktorin Petra Piffer und STA-Direktor Joachim Dejaco.

(v.l.) Joachim Dejaco, Daniel Alfreider, Petra Piffer.
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(v.l.) Joachim Dejaco, Daniel Alfreider, Petra Piffer. - Foto: © lpa
Zu Beginn der Medienkonferenz ging Landesrat Alfreider auf die aktuellen Zahlen ein. Die positive Entwicklung stimme zuversichtlich für Phase 2, „allerdings müssen wir uns alle an die Vorschriften halten, Stichwort Maskenpflicht“, so der Landesrat.

Anschließend erläuterte STA-Direktor Dejaco die Verhaltensregeln in den öffentlichen Verkehrsmitteln: „Die Maske ist ein Muss, auch der Sicherheitsabstand von einem Meter zwischen den Passagieren ist einzuhalten“, so Dejaco. Durch den größeren Mindestabstand können Öffis jedoch nur mehr weniger Passagiere transportieren. „Jene Sitze die nicht benutzt werden dürfen sind eigens gekennzeichnet. Und wenn der Bus voll ist, dann dürfen Busfahrer auch den Zutritt verweigern bzw. einzelne Haltestellen auslassen“. In den Bussen verkehren derzeit etwa 10 Prozent der üblichen Passagierzahlen, als Schutzmaßnahme gegen Corona gibt es in den Stadt- und Überlandbussen keine Fahrscheine zu kaufen. „Nur wer eine Wertkarte besitzt, oder den Südtirol Pass, darf einsteigen“, betonte Dejaco.

Die Stadtbusse der SASA bedienen derzeit alle wichtigen Linien, das Angebot ist angemessen, so Piffer: „Weder an den Haltestellen noch in den Bussen selbst gab es eine Überfüllung. Durch die geringen Fahrgastzahlen ist auch ausreichend Platz um die Sicherheitsabstände einzuhalten“. Laut Piffer werden die SASA-Busse zum Teil auch mehrmals täglich desinfiziert.

Während des Lockdownsind die Fahrgastzahlen in den Öffis in Südtirol um 95 Prozent eingebrochen, berichtete Landesrat Alfreider. Die Herausforderung für die nächsten Wochen wird die Planung des Schülertransportes ab September. „Wir suchen auch nach alternativen Möglichkeiten, zu Fuß, mit dem Fahrrad usw. Es wird ein Maßnahmenpaket für die Fahrradmobilität geben“, kündigte Alfreider an.

Zum Thema Freizeitaktivitäten betonte Alfreider, dass es derzeit nicht erlaubt ist, mit dem Auto oder den Öffis an einen Ort zu fahren um dort dann sportliche Aktivitäten auszuüben. „Erst mit der Verabschiedung des Landesgesetzes in dieser Woche wird dies wieder möglich sein“.

Alle Artikel sowie die Übersichtskarten der Lage in Südtirol, in Italien und weltweit mit allen aktuellen Zahlen in Sachen Coronavirus finden Sie hier.

zor

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