Die am 18. Mai 1969 in Caracas geborene Rodriguez ist die Tochter des linksgerichteten Guerillakämpfers Jorge Antonio Rodriguez. Dieser gründete in den 1970er-Jahren die revolutionäre Partei Liga Socialista.<BR /><BR />Die Juristin ist Absolventin der Universidad Central de Venezuela und stieg im vergangenen Jahrzehnt politisch schnell auf. Von 2013 bis 2014 war sie Kommunikations- und Informationsministerin, anschließend hatte sie bis 2017 das die Führung des Außenministeriums inne. In dieser Zeit versuchte sie, sich nach dem Ausschluss Venezuelas aus dem Handelsblock Mercosur gewaltsam Zutritt zu einem Gipfeltreffen in Buenos Aires zu verschaffen.<BR /><BR />Im Jahr 2017 leitete sie die regierungstreue Verfassungsgebende Versammlung, die Maduros Machtbefugnisse erweiterte. Im Juni 2018 wurde sie schließlich zur Vizepräsidentin ernannt. Maduro beschrieb sie bei der Bekanntgabe auf der Plattform X als „eine junge, mutige, erfahrene Frau, Tochter eines Märtyrers, Revolutionärin und in tausend Schlachten erprobt“.<BR /><BR />Zusätzlich ist Rodriguez Finanz- und Ölministerin und damit eine der Schlüsselfiguren in der venezolanischen Wirtschaftspolitik. Sie arbeitet eng mit ihrem Bruder Jorge Rodriguez, dem Präsidenten der Nationalversammlung zusammen.