Die wirtschaftsstärkste Region des Landes steht vor dem Scheideweg. Sollte erneut der separatistische Block gewinnen, wird der polemische Unabhängigkeitsprozess weitergehen, der im Oktober mit einem illegalen Referendum und der Ausrufung der katalanischen Republik zunächst von der Justiz gestoppt wurde.Es wird ein enges Kopf-an-Kopf Rennen zwischen den separatistischen Parteien und den sogenannten Unionsparteien erwartet, die sich gegen die Abspaltung Kataloniens stemmen. „Was zählt, ist wie viele Sitze der separatistische Block zusammen bekommt. Und laut der neuen Umfrage dürfte er zwischen 67 bis 70 Abgeordnete im Regionalparlament erhalten. Sprich, sie sind nahe, die absolute Mehrheit von 68 Abgeordneten zu bekommen“, erklärt der katalanische Politologe Oriol Bartomeus im Gespräch mit der APA.Doch stimmen alle Experten überein, dass Wahlprognosen diesmal so schwer wie nie zuvor sind.STOL möchte wissen: Sind Sie für eine Abspaltung Kataloniens? STIMMEN SIE AB: Die Bevölkerung ist nach der Polizeigewalt während des Unabhängigkeitsreferendums, der Absetzung der Regionalregierung und der erstmaligen Massenmobilisierung der Unabhängigkeitsgegner auf den Straßen so polarisiert und emotional aufgeladen wie selten. So wird auch eine historische Rekordbeteiligung zwischen 82 und 84 Prozent der 5,5 Millionen wahlberechtigten Katalanen erwartet. Und das Heer der Unentschlossenen soll sich laut der neuen Umfrage sogar bis auf 27 Prozent belaufen.stol/dpa