Antonio Tajani, ein alter Fuchs der politischen Mitte, sagte dieser Tage auf einer Podiumsdiskussion, dass weniger „auffällige“ Frauen zuverlässiger und seriöser seien. Seinem Sohn würde er jedenfalls raten, besser jenes Mädchen zu heiraten, das den längeren Rock trage.<BR /><BR />Sogleich schwappte eine linksgrün-fortschrittliche Protestwelle über das patriarchalisch antiquierte Weltbild des Außenministers, der vergeblich versuchte, zurückzurudern.<BR /><BR />Dann schlug die Stunde des Generals. Rechtsaußen Roberto Vannacci pöbelte, er bevorzuge weder Mini noch Maxi, sondern Frauen ohne Rock. Die Welle der Empörung erreichte daraufhin die Stärke eines Orkans.<BR /><BR />Das Ergebnis der merkwürdigen scheinbar überflüssigen Stil-Debatte: Die Wählerschaft wird sich entweder für die Kritiker von Tajani entscheiden oder für den General. Der Minister, die Mitte, dürfte außen vor bleiben. Halblang geht nicht mehr. <BR /><BR /> <a href="mailto:elmar.pichlerrolle@athesia.it" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">elmar.pichlerrolle@athesia.it </a>