Das vorherige System sei sehr viel teurer gewesen, meint Stauder. <BR />„Es sah jedes Jahr eine Inflationsanpassung vor und da hätte es dann Aufbesserungen von jährlich 8 oder 9 Prozent gegeben.“<BR /><BR />Fakt ist: Die Kollektivverträge der Mitarbeiter der Region sind verfallen und müssten nun erneuert werden – und das wirkt sich auch auf die Politiker aus. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1055091_image" /></div> <BR /><BR />„Die Verhandlungen haben aber noch nicht begonnen“, sagt Stauder. „Es gibt noch keine Forderung der Gewerkschaften und noch kein Angebot der Regionalregierung. Erst im Spätsommer oder Herbst werden die Verhandlungen wahrscheinlich beginnen.“ Stauder glaubt, dass am Ende weniger als 10 Prozent für die Regionalbeamten herausschauen werden. Laut Stauder verdienen die Regionalratsabgeordneten in Trentino-Südtirol netto im gesamtstaatlichen Vergleich mit anderen Regionalräten am wenigsten. Denn in Südtirol werde der Großteil der Entschädigung mit dem Höchststeuersatz besteuert – „in anderen Regionen gibt es sehr hohe Teile, die nicht besteuert werden, weil sie als pauschaler Spesenersatz oder Tagessätze deklariert werden“.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1055094_image" /></div> <BR />Auch die Opposition war dafür, dass die Entschädigungen der Regionalratsabgeordneten bei den Erhöhungen an die Gehälter der Beamten angepasst werden, berichtet Regionalratsvizepräsident Sepp Noggler (im Bild). Und: „Jeder Abgeordnete, der die Erhöhung nicht will, kann das Geld rücküberweisen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1055097_image" /></div> <BR /><BR />„Das haben wir in der vergangenen Legislatur auch einige Zeit getan“, sagt Brigitte Foppa (Grüne). Trotzdem bleibe damit das Grundproblem bestehen: dass Politiker sich ihre Gehälter selbst festlegen. „Man müsste einen Mechanismus finden, bei dem es nicht von uns ausgeht“, meint sie. „Sonst bleibt es immer eine vergiftete Suppe.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1055100_image" /></div> <BR />Maria Elisabeth Rieder (Team K) wäre dafür, die Politikerentschädigungen für diese Legislaturperiode einzufrieren. Bei einer Erhöhung von etwa 10 Prozent – und davon sei auszugehen – bekämen die Regionalratsabgeordneten, die derzeit monatlich brutto 11.200 Euro (5500 Euro netto) etwa 1000 Euro brutto mehr (über 500 Euro netto). Zu dieser Regelung habe das Team K 2023 Änderungsanträge eingebracht – diese seien aber alle abgelehnt worden. Die Mehrheit habe die Neuregelung durchgeboxt. Sepp Noggler erinnert allerdings auch daran, dass die Amtsentschädigung der Regionalratsabgeordneten immer wieder gekürzt wurde in den vergangenen 16 Jahren: 2008 sei die Entschädigung noch bei über 13.000 Euro brutto gelegen – 2000 Euro über dem heutigen Betrag. In der vergangenen Legislaturperiode habe es dann eine ISTAT-Anpassung von 3 Prozent gegeben, sagt der Regionalratsvize.<BR /><BR />Aufgeflammt ist die Diskussion über die bevorstehende Erhöhung der Entschädigungen der Regionalratsabgeordneten, weil mit der Genehmigung des Nachtragshaushaltes durch den Regionalrat auch die Summen für die Tarifverhandlungen für das Personal der Region festgelegt wurden: 1,5 Millionen Euro für 2022, weitere 2,5 Millionen Euro für 2023 und 2,8 Millionen Euro für 2024.