ASTAT-Direktor Timon Gärtner betont: „Wir sind mit dem Verlauf durchaus zufrieden. Ein großes Lob geht an die 650 Erheber und Erheberinnen. Ziel in der Zukunft wird es sein, den digitalen Anteil massiv zu erhöhen.“ <BR /><BR />Über 90 Prozent der Bürger haben sich in vielen Gemeinden an der Sprachgruppenerhebung („Du zählst“) beteiligt, etwas weniger waren es in Bozen und Meran. Fast immer waren die Erheber an der Haustür willkommen, mancherorts wurden sie aber auch mit Beschwerden oder aggressiver Kritik konfrontiert wie in St. Ulrich. <BR /><BR />484.000 Personen in Südtirol waren berechtigt, an der Sprachgruppenerhebung teilzunehmen: Italienische Staatsbürger, die ihren Wohnsitz in Südtirol haben. Die Online-Erhebung war bereits Ende Februar abgeschlossen worden. <BR /><BR />Gesicherte amtliche Informationen über die Beteiligung können noch nicht gegeben werden, sagt ASTAT-Direktor Gärtner. Mit einer Veröffentlichung der Ergebnisse sei voraussichtlich Ende des Jahres zu rechnen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1049550_image" /></div> <BR /><BR />„In Bozen sind wir bei 85 Prozent und werden voraussichtlich bei 87 bis 88 Prozent abschließen“, teilt Vizebürgermeister Stephan Konder mit. 30 Prozent der Bürger hatten bereits online ihre Sprachgruppe mitgeteilt. Die Teilnehmerquote kann somit als sehr positiv betrachtet werden, meint Konder.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1049553_image" /></div> <BR /><BR />In Meran wurden mehr als 80 Prozent erhoben, sagt Vizebürgermeisterin Katharina Zeller. „In letzter Zeit ist es gelungen, viel aufzuholen. Noch etwa 5000 Erklärungen fehlen, die hätten abgegeben werden müssen.“ <BR /><BR />Höher als in Bozen und Meran war die Beteiligung in Leifers, wo laut Bürgermeister Giovanni Seppi eine Quote von 91,32 Prozent erreicht wurde. Ablehnungen hat es in Leifers nur wenige gegeben, berichtet die Direktorin der demografischen Dienste, Katia Milanello. Einige Bürger habe man zuhause nicht angetroffen: Diese hätten zwar ihren Wohnsitz in der Gemeinde, würden aber in anderen Kommunen wohnen.<BR /><BR />Auf 91 Prozent Beteiligung kommt auch Brixen; online waren es 32,88 Prozent gewesen. Auch in Brixen gab es Verweigerer, einige Bürger waren unauffindbar, andere in der Zwischenzeit umgezogen oder verstorben. Nicht alle Bürger waren damit einverstanden, ihre Sprachgruppe anzukreuzen. Die Erheber berichteten, dass manche Bürger die Sprachgruppenzählung als „überholt“ betrachteten. „Und manche Bürger sehen den Sinn nicht“, sagt Sabina Lusser, Koordinatorin der Erhebung in Brixen. Andere waren hingegen „von vorne herein abgeneigt, irgend welche Erklärungen abzugeben.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1049556_image" /></div> <BR /><BR /> Knapp 90 Prozent hat auch Bruneck erreicht. Etwa 15.000 Bürger waren dort aufgefordert, ihre Sprachgruppe zu erklären (siehe dazu auch Bericht S. 27). „Das ist ein absolut zufriedenstellender Wert“, meint Bürgermeister Roland Griessmair. „Dieser Wert drückt aus, dass die Menschen den Wert der Sprachgruppenzählung erkennen und dass die Zählung eine wichtige Grundlage für viele wichtige Instrumente der Autonomie darstellt wie den Proporz.“<BR /><BR />St. Ulrich hat stolze 97,63 Prozent Beteiligung zu Buche stehen, online waren es 33,34 Prozent gewesen. 4338 Bürger hätten teilnehmen sollen, 4235 haben mitgemacht, am Ende „fehlten“ nur 103. Von denen waren etwa 60 bis 65 Prozent nicht auffindbar, weil sie nicht in St. Ulrich wohnen, berichtet Karl Gustav Mahlknecht, mit der Erhebung beauftragter Gemeindebeamter. 99 Prozent der Bürger waren sehr kooperativ, berichteten die Erheber. „Manche Familien haben sich mit aggressiven Argumenten geweigert. Die Gemeinde wisse eh schon alles. Das sei rausgeworfenes Geld“, erzählt Mahlknecht. <BR /><BR />In Lana nahmen 92,6 Prozent der Bürger an der Erhebung teil, 33,5 Prozent waren es online, berichtet Bürgermeister Helmut Taber. 11.349 Bürger waren aufgerufen, mitzumachen. <BR /><BR />Mächtig aufgeholt hat man in Taufers in Münster: Nach einer schwachen Online-Beteiligung von nur 12 Prozent wurden am Ende doch etwa 90 Prozent erfasst. Über „Mundwerbung“ gelang es, die Leute zu mobilisieren, ebenso über die Gemeindezeitung und den Bürgerschalter, berichtet Bürgermeisterin Roselinde Gunsch Koch.