"Die Aussage 'Die Public Health Studie', die von der Universität Innsbruck erarbeitet wurde, ist gar nicht geheim. Sie ist seit dem Jahr 2007 öffentlich zugänglich”, entspreche nicht der Wahrheit."Sowohl wir von der '5 stelle'-Bewegung als auch die Grünen und sogar die SVP mit dem Abgeordneten Manfred Schullian wollten Einsicht in den Bericht nehmen", betont der Landtagsabgeordnete Paul Köllensperger.Schullian habe im März 2014 erklärt, dass diese Verschwiegenheit nicht angebracht sei, es dränge sich der Verdacht auf, dass es etwas gebe, was man verdecken wolle. Selbst Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) habe während einer Landtagssitzung - um die Anfrage seines Parteikollegen Oswald Schiefer zu beantworten – erklärt, dass die Landesregierung keinen Abzug von der Studie habe. "Die einfache und belegbare Wahrheit ist, dass die BBT SE die ausgedehnte Studie über die öffentliche Gesundheit - die von Wissenschaftlern der Universitäten Berlin, Graz, Bozen und Turin unter der Leitung von Professor Lercher der Fakultät für Humanmedizin in Innsbruck erarbeitet wurde - ganze acht Jahre lang geheim gehalten hat", kritisiert Köllensperger.Diese Studie belege die Nutzlosigkeit einer der weltweit größten Bauten. Das Zusammenspiel der Spitzenpolitiker, um das Dokument geheim zu halten, habe den Beginn des kolossalen, umweltschädlichen und teuren Baus ermöglicht. Die Bürger hätten niemals die Chance bekommen, über die wahre Begründung oder die Auswirkungen des Projektes in Kenntnis gesetzt zu werden. "Das geschah deshalb, weil die Bewohner des Wipptals niemals erfahren sollten, dass die Wissenschaftler gar nicht im Sinne hatten, die Umweltbelastung auf der A22 durch den Brennerbasistunnel zu verringern", betont der Landtagsabgeordnete. So sei in der Studie u.a. zu lesen, dass “die verminderten Abänderungen der umweltschädigenden Stoffe eher auf technische Neuerungen zurückgehen, als auf die tatsächliche Verlegung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene”, und auch dass “die Ergebnisse aller Untersuchungen klar darauf hindeuten, dass der Gesundheit aufgrund der Lärmbelastung selbst nach dem Bau des Brenner Basistunnels noch erheblicher Schaden zugefügt wird”, zitiert die Bewegung "5 stelle" aus der "Public Health Studie".