Montag, 26. Oktober 2015

Die SVP braucht "einen neuen Kitt" und sammelt online Impulse

Was tun, damit die Südtiroler Volkspartei auch künftig als "meine SVP" empfunden wird? Bei einer Medienkonferenz hat das Führungsteam der Südtiroler Volkspartei am Montag die bisher getätigten und die anstehenden Schritte der SVP-Reform vorgestellt. Schließlich soll die Landesversammlung im Frühjahr 2016 das neue Statut der Südtiroler Volkspartei beschließen.

Parteiobmann Philipp Achammer stellte am Montagnachmittag gemeinsam mit seinen Stellvertretern Angelika Wiedmer, Daniel Alfreider und Zeno Christanell die anstehenden Schritte der SVP-Reform vor.
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Parteiobmann Philipp Achammer stellte am Montagnachmittag gemeinsam mit seinen Stellvertretern Angelika Wiedmer, Daniel Alfreider und Zeno Christanell die anstehenden Schritte der SVP-Reform vor.

„Durch diesen Reformprozess muss der Markenkern SVP wieder klarer werden. Es darf nicht entscheidend sein, wer gestaltet, sondern wie die Partei gestaltet wird“, betonte SVP-Obmann Philipp Achammer.

Die Südtiroler Volkspartei brauche eine neue Klammer bzw. einen neuen Kitt, so SVP-Obmann Achammer. Daher sei dieser Reformprozess als Einladung an alle Interessierten zu sehen, sich einzubringen und mitzudiskutieren.

Um die SVP als "meine SVP" zum empfinden

„Mitbestimmung und Mitsprache sind wichtige Wesensmerkmale dieser Reform. Vor allem die Mitarbeit unserer Mitglieder sowie der Funktionäre, aber auch interessierter Bürger wird dazu beitragen, dass die Südtiroler Volkspartei auch künftig als ‚meine SVP‘ empfunden wird“, betonte SVP-Obmann Achammer. 

Zu diesem Zweck wurde unter anderem eine Onlinebefragung zum neuen Grundsatzprogramm vorgestellt.

Die Menschen einbinden

SVP-Obmannstellvertreter Zeno Christanell stellte die Eckpfeiler der Reform des SVP-Statuts vor. Es gehe darum, durch Vereinfachungen, Öffnung und neue Formen die Menschen einzubinden und am Prozess zu beteiligen. „Das Statut der Südtiroler Volkspartei soll ein zeitgerechtes und aktuelles Regelwerk sein, welches den Ortsausschüssen eine zentrale Rolle zuteilt, das aber gleichzeitig Prozeduren vereinfacht und die Einbindung sämtlicher Alters- und Interessengruppen ermöglicht“, so Christanell.

Eine Arbeitsgruppe habe bereits einen ersten Entwurf ausgearbeitet, welcher nun auf allen Ebenen der Partei zur Diskussion stehe. 

Werte und Ideale wieder in den Mittelpunkt stellen

Die beiden Obmannstellvertreter Angelika Wiedmer und Daniel Alfreider berichteten über die laufende Reform des Grundsatzprogrammes. „Wir wollen dabei die gemeinsamen Werte und Ideale wieder in den Mittelpunkt stellen“, betonte Stellvertreterin Wiedmer.

Das derzeit geltende Grundsatzprogramm stamme aus dem Jahr 1993 – seitdem habe sich Südtirol, sein Umfeld und seine Bevölkerung weiterentwickelt, Rahmenbedingungen hätten sich verändert, neue Chancen und Perspektiven hätten sich eröffnet.

Um diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen, würden ab heute in einer Internetumfrage Impulse für ein neues Programm gesammelt, informierte Stellvertreter Daniel Alfreider.

 „Die Meinung unserer Mitglieder, aber auch interessierter Bürger ist uns wichtig. Mit der Online-Umfrage wollen wir wichtige Impulse sammeln, welche als tragendes Element ins neue Grundsatzprogramm einfließen werden“, so Alfreider.

Einsatz von Fokusgruppen

Als weiteren Schritt kündigte Angelika Wiedmer die Einsetzung von so genannten Fokusgruppen an, welche in offenen Veranstaltungen zu den fünf Themenbereichen „Unsere Werte als Partei“, „Die Zukunft Südtirols“, „Demographie/Zuwanderung“, „Unterschiedliche Lebenswelten in unserem Land“ und „Lebensqualität sichern“ arbeiten werden.

stol

 

stol