Der Rabatt von 17 Cent auf die Dieselsteuer gilt seit dem 5. August. Durch die Verlängerung entstehen dem italienischen Staat nach ersten Schätzungen zusätzliche Kosten von rund 130 Millionen Euro. <BR /><BR /> Die Regierung reagiert damit auf die deutlich gestiegenen Energiekosten, die sich seit Monaten auf die Preise für Benzin und Diesel auswirken. Besonders für Pendler, Speditionsfirmen und andere Unternehmen mit hohem Kraftstoffverbrauch stellen die gestiegenen Preise eine erhebliche Belastung dar.<BR /><BR />Für die Zeit nach dem 5. September erwägt die Regierung Tankrabatte, die gestaffelt gemäß Einkommen der Bürger zum Tragen kommen sollen sowie gezielt für einkommensschwache Haushalte und schwächelnde Wirtschaftszweige erlassen werden sollen. <BR /><BR /> Nach Angaben des italienischen Industrieministeriums lag der durchschnittliche Preis für Benzin im Selbstbedienungsbetrieb gestern landesweit bei 2,017 Euro je Liter. Am Vortag waren es 2,015 Euro. Diesel kostete im Durchschnitt 2,137 Euro je Liter. Damit lag der Preis nur geringfügig über dem Vortageswert von 2,136 Euro. <BR /><BR />Auf den italienischen Autobahnen ist das Tanken nochmals teurer. Dort kostete ein Liter Benzin im Selbstbedienungsbetrieb durchschnittlich 2,092 Euro, während für Diesel im Schnitt 2,208 Euro je Liter verlangt wurden.<h3> Angespannte Wirtschaftssituation</h3>Der verlängerte Steuerrabatt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die hohen Energiepreise die italienische Wirtschaft zunehmend belasten. <BR /><BR />Die gestiegenen Kosten für Kraftstoffe, Gas und Strom schlagen sich nicht nur unmittelbar in den Haushaltsbudgets nieder, sondern können auch die Preise für Waren und Dienstleistungen erhöhen. Die Diskussion über die Kraftstoffpreise dürfte damit auch in den kommenden Wochen anhalten. Für Millionen Autofahrer ist entscheidend, wie sich die internationalen Energiepreise und damit die Kosten an den Tankstellen weiterentwickeln.<BR /><BR />Neben der Verlängerung des Steuerrabatts beschloss die Regierung auch ein Dekret zur Sicherung des Betriebs strategisch wichtiger Industrieanlagen. Das Dekret dient in erster Linie dem Erhalt des Ex-Stahlkonzerns Ilva in Tarent, für den ein Bieterverfahren läuft.