Ein Blick auf die aktuelle Kandidaten-Situation in den einzelnen Volkspartei-Bezirken zeigt, dass es mancherorts bereits ein Gedränge um die Sessel gibt – aber in einem Landesteil fehlt ein Zugpferd. Diese Aufgabe könnte ein Überraschungsmann übernehmen. <BR /><BR /> Auch wenn die SVP-Liste für Herbst erst bis Mai stehen muss, dreht sich das Kandidatenkarussel auf Hochtouren. In einigen Bezirken ist das Boot übervoll. Das <b>Pustertal</b> stellt 4 Kandidaten: Mit Waltraud Deeg, Maria Kuenzer, Manfred Vallazza und Gert Lanz wollen es 4 Amtierende wissen. Interesse signalisiert haben auch der Prettauer Bürgermeister Robert Alexander Steger und der Bezirkschef der Arbeitnehmer Andreas Pramstaller.<BR /><BR />Dicht bestückt ist das Feld im <b>Eisacktal</b> mit Magdalena Amhof, Helmuth Tauber und eventuell dem Brixner Bürgermeister Peter Brunner. Nicht zu vergessen ist, dass Parteichef Achammer und Volksanwältin Gabriele Morandell aus dem Eisacktal stammen. Beide dürften aber über das Pakete jener 10 Bewerber auf die SVP-Liste gesetzt werden, das Obmann und Landeshauptmann vor der Kandidatenkür in den Bezirken stellen.<h3> Bozen gut aufgestellt</h3>Gut aufgestellt ist der Bezirk <b>Bozen</b>. Franz Locher und Luis Walcher sind bei der Bauernwahl durchmarschiert. Helmuth Renzler tritt für die Arbeitnehmer an. Offen ist das Thema Thomas Widmann, doch gibt es mit Magdalena Perwanger, LVH-Vizechef Hannes Mussak sowie den Bürgermeistern Giovanni Seppi (Leifers) und Paul Lintner (Ritten) genügend Neue im Gespräch. Auch der Landeshauptmann stammt aus dem Bezirk.<BR /><BR />Eher mau schaut es aber im <b>Westen</b> aus. Im Landtag sitzen nur mehr Arnold Schuler und Sepp Noggler. Aus dem Westen dürften die Bürgermeisterinnen Rosmarie Pamer (St. Martin) und Verena Tröger (Laas) sowie ihr Amtskollege Harald Stauder (Lana) ins Rennen gehen. Als strategische Besetzung für Meran wird Stadtrat Stefan Frötscher gehandelt. Gesucht – das gibt man in der Brennerstraße offen zu – wird aber noch ein echt starker Kandidat.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="865898_image" /></div> <BR /><BR />Offen umworben wird Wolfram Gapp. Der Naturnser führt mit seiner Familie einen Hof mit Ferienwohnungen, vor allem aber steht er seit 2010 dem Feuerwehrverband vor. Als Vertreter des Ehrenamtes gilt Gapp als Sympathieträger, ein Mann der Tat, der für all jene steht, die anderen helfen, wenn Not am Mann ist.<BR /><BR /> „Ich weiß, dass man in der SVP über mich als möglichen Kandidaten redet. Offiziell kontaktiert wurde ich aber noch nicht“, gibt er sich bedeckt. Sollte dies aber der Fall sein? „Dann werde ich mir das Angebot sicher gut überlegen“, so Gapp. Ein Dementi klingt anders.<BR /><BR />Rosen werden Gapp von Zivilschutz-Landesrat Schuler gestreut. „Ich bin der Erste, der den Wolfi als super Kandidaten bezeichnet“, so Schuler. Dass Gapp gerade für ihn eine Konkurrenz sei, sieht Schuler entspannt: „In erster Linie geht es darum, als SVP ein gutes Ergebnis einzufahren und möglichst keine Sitze einzubüßen, sodass wir keinen dritten Koalitionspartner brauchen.“ Sollte Gapp antreten, so gilt er wie Morandell als möglicher Anwärter für die 10er-Liste von Parteiobmann und Landeshauptmann.<BR />