Bei einer Regierungsbildung mit Öffnung nach links kommt man an ihm nicht vorbei und er an die Landtagsspitze. Hilfreich wäre der Neue im Landtag aber wohl auch bei einer Öffnung nach rechts.<BR /><BR />Der Regionalrat tritt am 22. oder 23. November zur ersten Sitzung zusammen. Gewählt wird ein 6-köpfiges Präsidium. Der Vertreter der Opposition stammt diesmal aus dem Trentino, während Südtirol den ladinischen Vertreter stellt – Daniel Alfreider als einzigen gewählten Ladiner.<BR /><BR />Umgekehrt läuft es in der Regionalregierung. 2018 stellte Südtirol mit Manfred Vallazza den ladinischen Regionalassessor, diesmal ist das Trentino mit dem Fassa-Ladiner Luca Guglielmi an der Reihe. Bleibt es bei einer Regierung aus 6 Mitgliedern, so stehen Südtirol und dem Trentino je 3 zu: Auf Trentiner Seite 2 Italiener und 1 Ladiner. „Für Südtirol wären es 2 Vertreter der deutschen und einer der italienischen Sprachgruppe“ bestätigt der Generalsekretär der Region, Michael Mayr.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="960970_image" /></div> <BR /><BR />Dies ist eine gute Nachricht für Südtirols Italiener im Landtag: Ihnen steht nur mehr ein einziger Platz in der Landesregierung, dafür aber auch ein Posten als Regionalassessor zu. Das könnte bei den Koalitionsgesprächen zur Bildung einer Mehrheit in Südtirol noch eine Rolle spielen – und zwar mit einem Gewinner: Angelo Gennaccaro.<BR /><BR />Seine Liste „Civica“ hat 2 Seelen in ihrer Brust. Gennaccaro sitzt zwar seit 2016 als Bozner Stadtrat in einer Mitte-Links Koalition. Der „Civica“ gehören aber auch die Listen Casolari und Zaccaria an, die in Meran unter einer Mitte-Rechts-Regierung tätig sind. Mit diesen 2 Seelen in der Brust wird die Civica zum Jolly im Koalitionspoker.<h3> Schauspieler und Fachmann für Kommunikation</h3> Denn: Nach wie vor gilt eine Öffnung nach rechts mit SVP (13), Fratelli d’ Italia (2), Lega (1) und Freiheitlichen (2) und damit insgesamt 18 Sitzen als wahrscheinlich. Italienischer Landesrat würde Marco Galateo (FdI), Landtagsvize Christian Bianchi und Gennaccaro stiege zum Regionalassessor auf.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="960973_image" /></div> <BR /><BR />Nicht nötig wäre der 40-jährige Bozner Sozialstadtrat nur, wenn die SVP sich das Team K oder die Süd-Tiroler Freiheit ins Boot holt, die jeweils 4 Abgeordnete in die „Ehe“ einbrächten. <BR /><BR />„Ich äußere mich bis zum Treffen mit der SVP nicht zu Koalitionsfragen“, sagt Gennaccaro. Vor seinem Eintritt in die Politik war er Schauspieler, danach Fachmann für Kommunikation. Beides kein Nachteil in der Politik. Gennaccaro wird am Montag als einer der Ersten von der SVP zu Sondierungen empfangen. Landeshauptmann Arno Kompatscher und Obmann Philipp Achammer werden bei ihm besonders genau hinhören.<BR /><BR />