Der erste Gesetzentwurf, vorgelegt von den Freiheitlichen, enthält im Wesentlichen zwei Korrekturen an der jüngsten Reform, wie Walter Blaas berichtete. Zum einen soll die Zahl der Gemeinderäte vor allem in den kleineren Gemeinden wieder erhöht werden, zum anderen soll die Geschlechterquote entschärft werden.Eine ganze Reihe von Korrekturen enthält hingegen der Gesetzentwurf, der von der Regionalregierung vorgelegt wurde. Ziel des Entwurfs sei vor allem die Vereinfachung der Wahlprozeduren, wie Regionalassessor Josef Noggler erklärte. Rodolfo Borga („Amministrare e Civica Trentina“) kündigte den Rückzug seiner rund 700 Abänderungsanträge an, da es zu einem Übereinkommen mit Noggler gekommen sei.Dieter Steger (SVP) wollte einen Änderungsantrag, um die Gemeinderäte von Bozen und Meran zu verkleinern, einbringen. Bozen würde so von 45 auf 35 reduziert. Im Landtag seien über 500.000 Bürger durch 35 Abgeordnete vertreten, dies müsste auch für Bozen reichen. Steger wolle aber das Gemeindegesetz, das dringend benötigt werde, nicht gefährden, daher werde er seinen Antrag nicht einbringen. Die Diskussion wird heute fortgesetzt.____________________________________________________________Mehr dazu lesen Sie in der Freitag-Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".