Diese sollen die Kosten zurück erstattet bekommen. Den entsprechenden Gesetzentwurf hat der SVP-Landtagsabgeordnete Josef Noggler gestern im Landtag eingebracht. Mit im Boot sitzen auch Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher und der Landtagsabgeordnete Andreas Colli (Wir Bürger). Doch das Vorgehen stößt offenbar einigen in der SVP sauer auf. Wie gestern aus Parteikreisen zu hören war, hatte man sich nämlich darauf verständigt, gemeinsam mit Colli an einer Lösung zu arbeiten und sich dessen bereits eingebrachtem Antrag anzuschließen. Dass Noggler jetzt mit einem eigenen Vorschlag vorpreschte, sorgt für Unverständnis. <BR /><BR />Noggler verteidigt das Vorhaben: „Vor rund einem Jahr wurden die Strafen für all jene Hundebesitzer ausgesetzt, die ihre Hunde nicht genetisch profilieren ließen. Rund 30.000 Hundehalter hatten die Pflicht nicht erfüllt und hätten somit Strafen zahlen müssen“, so der Landtagsabgeordnete auf Nachfrage. Nun sei es folgerichtig, dass all jene, die der Pflicht nachgekommen seien, ihr Geld zurückbekommen.<h3> 65 Euro pro Hund</h3>Konkret sollen jene Halter, die die Probenentnahme und die Bestimmung des genetischen Profils ihres Vierbeiners bereits bezahlt haben, bis zu 65 Euro pro Hund zurückbekommen. Insgesamt ist dafür ein Betrag von 845.000 Euro vorgesehen. Der Antrag kann ab Inkrafttreten der Durchführungsverordnung gestellt und bis zum 31. Dezember 2027 bei der zuständigen Stelle eingereicht werden. Laut Gesetzentwurf sollen auch Gemeinden als Einreichungsstellen dienen. Zudem sollen die gespeicherten genetischen Profile der Vierbeiner gelöscht und noch nicht abgeschlossene Verwaltungsstrafverfahren wegen fehlender DNA-Profilierung nicht weitergeführt werden. Bis es so weit ist, kann es aber noch dauern. Die Beratung über den Entwurf im Landtag ist für Februar angesetzt.<BR /><BR />Schon zu Beginn erwies sich die DNA-Pflicht als politischer Rohrkrepierer. Ende vergangenen Jahres, drei Jahre nach ihrer Einführung durch den damaligen Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler, waren 11.876 Hunde genetisch erfasst. Bei insgesamt 38.135 registrierten Tieren entsprach das nicht einmal einem Drittel. Mehrfach wurden die Fristen verlängert, doch die erhoffte flächendeckende Erhebung von Bello, Waldi und Co. blieb aus.