Was Theiner zum Dementi bewegte, bleibe offen. Tatsache sei, dass Karl Zeller am Montag in der Parteileitung eine offensivere Gangart bei den Ermittlungen gegen den Landeshauptmann angemahnt habe. Neben einer Strafanzeige gegen Staatsanwalt Schülmers wegen Verletzung des Untersuchungsgeheimnisses hätte es eine Pressekonferenz der „Kronprinzen“ Theiner und Kompatscher geben sollen, in denen sie die hohen Kosten für die vielen Verfahren des Rechnungshofes gegen Landes- und Gemeindeverwalter aufrechnen. Die meisten davon endeten bislang nämlich mit Freisprüchen, so die "Dolomiten". Die öffentliche Hand habe aber die Kosten für die Rechtsanwälte begleichen müssen. Da die von der Staatsanwaltschaft am Rechnungshof angesetzten Schadenssummen bzw. Streitwerte stets hoch seien, fielen auch die Honorare der Anwälte entsprechend aus.Die Pressekonferenz hätte am Mittwoch stattfinden sollen, am Dienstagabend kam plötzlich die große Abrede. „Es wird weder eine Pressekonferenz noch eine Stellungnahme von mir und Kompatscher geben“, so Theiner gegenüber der Tageszeitung "Dolomiten".