Montag, 27. Mai 2019

Dorfmann zieht wieder ins EU-Parlament ein

62,8 Prozent der Wahlberechtigten haben am Sonntag ihre Stimme abgegeben. In den frühen Montagmorgen-Stunden standen schließlich die Ergebnisse fest: Stärkste Partei ist die SVP – die im Vergleich zur EU-Wahl 2014 deutlich an Stimmen zugelegt hat. Damit wird der Südtiroler Kandidat Herbert Dorfmann wieder ins Parlament einziehen.

Herbert Dorfmann wird wieder ins Parlament einziehen. - Foto: D
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Herbert Dorfmann wird wieder ins Parlament einziehen. - Foto: D

Mit über 113.000 Stimmen erhielt die SVP 46,5 Prozent der Stimmen. Das sind deutlich mehr Stimmen als noch vor 5 Jahren, als die Partei noch fast 92.000 Stimmen erhielt, damals entsprachen diese aber 48 Prozent. Der Unterschied zwischen den Prozentsätzen liegt an der deutlich niedrigeren Wahlbeteiligung im Jahr 2014: Damals gaben rund 49.000 Wahlberechtigte weniger ihre Stimme ab.

Mit fast 56.000 Vorzugsstimmen in Südtirol hat Herbert Dorfmann dabei das Rennen gemacht, wie sich am frühen Montagmorgen herausstellte. Im Wahlkreis Nord-Ost schaffte er sogar über 95.000 Stimmen. 

Lega legt rekordverdächtig an Stimmen zu 

An zweiter Stelle liegt bei dieser Wahl die Lega mit über 42.500 Stimmen, das entspricht einem Prozentsatz von über 17 Prozent. Am meisten Vorzugsstimmen hat Matteo Salvini mit 7600 Stimmen erhalten. Im Jahr 2014 schafft es die Partei mit 11.400 Stimmen auf den fünften Platz. Das entsprach damals 6 Prozent.

Im Vergleich zu 2014: Vor 5 Jahren lag mit fast 30.000 Stimmen der Partito Democratico auf Platz 2. Dieses Jahr schaffte er dagegen nur fast 15.800 der Stimmen.

Auf Platz 3 liegt in diesem Jahr die +Europa mit 11 Prozent der Stimmen. Für diese Partei ging Renate Holzeisen vom Team Köllensperger ins Rennen: Sie schaffte zwar über 14.000 Vorzugsstimmen, aber gesamtstaatlich kämpft die Partei um die 4-Prozent-Hürde.

Höhere Wahlbeteiligung als 2014

In 488 Südtiroler Wahlsektionen sind am Sonntag über 253.000 Wahlberechtigte innerhalb 23 Uhr zur Urne geschritten. Das sind 62,8 Prozent und damit deutlich mehr als noch im Jahr 2014. Damals machten 52,2 Prozent von ihrem Wahlrecht Gebrauch - ein Tiefpunkt, denn es waren gegenüber 2009 ein Minus von rund 10 Prozent. 1979 dagegen gab es eine absolute Rekord-Beteiligung: 90,3 Prozent der Wahlberechtigten gaben damals ihre Stimme ab.

stol

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