Donnerstag, 18. März 2021

Draghi hält an Plan für italienische Impfkampagne fest

Unabhängig von dem am Donnerstag erwarteten Beschluss der europäischen Arzneibehörde EMA über die Sicherheit des Impfstoffes des Herstellers AstraZeneca will die italienische Regierung an ihrem Impfplan festhalten.

Ministerpräsident Mario Draghi will an der Impfkampagne festhalten. - Foto: © APA/afp / HANDOUT
„Die Regierung ist bemüht, so viele Menschen wie möglich in kürzester Zeit zu impfen. Das ist unsere Priorität“, sagte Premier Mario Draghi bei eine Gedenkzeremonie zu Ehren der Coronavirus-Todesopfer am Donnerstag in der lombardischen Stadt Bergamo.

Die von Italien am Montag beschlossene Aussetzung der Impfungen mit AstraZeneca sei eine „vorübergehende und vorbeugende Maßnahme“, sagte Draghi.

„Wir haben einschneidende Beschlüsse gegen Pharmakonzerne gefasst, die sich nicht an die Verträge halten“, fügte der Ministerpräsident hinzu. In Italien waren in der vergangenen Woche und am Wochenende Menschen gestorben, die zuvor mit dem Vakzin von AstraZeneca geimpft worden waren.

Die italienische Pharmabehörde AIFA hatte am Montag die Verwendung zunächst gestoppt.

Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza stellte indes eine Beschleunigung in der Corona-Impfkampagne ab Ende März in Aussicht.
Im zweiten Quartal erwarte Italien 50 Millionen Impfdosen und gegen Ende des dritten Quartals 80 Millionen. Auch Zahnärzte, Kinderärzte und ambulante Ärzte sollen Teil der Impfkampagne werden.

apa