Freitag, 26. März 2021

Draghi urgiert Maßnahmen gegen Pharmakonzerne

Der italienische Premierminister Mario Draghi hat in einer Stellungnahme beim EU-Gipfel in Brüssel am Donnerstag die Notwendigkeit hervorgehoben, Maßnahmen gegen Pharmakonzerne zu ergreifen, die ihren Verpflichtungen gegenüber der EU nicht nachkommen.

Der italienische Premier Mario Draghi sprach sich auch für den europäischen Impfpass aus.
Der italienische Premier Mario Draghi sprach sich auch für den europäischen Impfpass aus. - Foto: © ANSA / ANGELO CARCONI
Viele EU-Bürger hätten den Eindruck, von den Pharmakonzernen „verraten“ worden zu sein, sagte Draghi laut italienischen Medien. Keine Maßnahmen gegen die Pharmariesen zu ergreifen, sei für die Bevölkerung unverständlich.

Draghi sprach sich auch für den Vorschlag der EU-Kommission aus, einen digitalen „Grünen Pass“ einzuführen. Wichtig sei die Einrichtung nationaler Plattformen zur Registrierung der geimpften Bevölkerung, die auf internationaler Ebene Informationen austauschen könnten.

Der 73-jährige Draghi warnte zugleich vor der Gefahr der Diskriminierung gegenüber Personen, die es bevorzugen, sich nicht impfen zu lassen. Auch das Thema Datenschutz müsse vertieft werden.

apa