„Die winterlichen Temperaturen und die Verbreitung der Omikron-Variante fordern von uns höchste Wachsamkeit in der Bekämpfung der Pandemie. Die Infektionszahlen schnellen in Italien wie in ganz Europa in die Höhe. Daher hat die Regierung entschieden den Ausnahmezustand zu verlängern, um alle notwendigen Instrumente zur Verfügung zu haben, um die Pandemie in den Griff zu bekommen“, so Draghi.<BR /><BR />Am Dienstag hatte die Regierung beschlossen den coronabedingten Ausnahmezustand bis zum 31. März zu verlängern. Zudem wurden die Einreisebestimmungen verschärft. <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/italien-verlaengert-ausnahmezustand-bis-31-maerz" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Wer ab Donnerstag aus dem europäischen Ausland nach Italien einreist, braucht einen negativen Test. Für ungeimpfte Personen gilt eine Quarantäne von 5 Tagen.</a><BR /><BR />Dieser Beschluss hat in Südtirol vor allem im Tourismussektor für heftige Kritik gesorgt. <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/pinzger-die-spinnen-die-roemer" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">HGV-Präsident Manfred Pinzger nannte die neue Regel gegenüber STOL „eine Katastrophe“.</a><BR /><b><BR />Weniger als halb so viele Neuinfektionen wie vor einem Jahr</b><BR /><BR />Die aktuelle Corona-Situation in Italien sei deutlich anders als noch vor einem Jahr, erklärte der Premier: „Rund 297.000 Menschen gelten in Italien derzeit als aktuell Infiziert. Vor einem Jahr lag diese Zahl noch bei rund 675.000.“ Auch die Zahl der Hospitalisierten (8026) sei deutlich niedriger als im Vorjahr (30.860). Selbes gilt für die täglichen Todesfälle: Galt es in der Vergangenen Woche im Schnitt 95 Todesopfer zu beklagen, waren es in der selben Woche im Jahr 2020 noch 629 Todesopfer.<BR /><BR />„Wir müssen zwar weiterhin vorsichtig sein, aber wir steuern auf ein Weihnachtsfest zu, das deutlich sicherer ist, als jenes vor einem Jahr“, erklärte Draghi in seiner Ansprache.<BR /><BR /><b>85 Prozent der Italiener doppelt geimpft</b><BR /><BR />Das läge auch an der hohen Anzahl der Geimpften in Italien, so Draghi: „Heute sind rund 85 Prozent der Italiener doppelt gegen das Coronavirus geimpft. 20 Prozent haben bereits die 3. Dosis erhalten. Ich rufe jene, die noch nicht geimpft sind, dazu auf dies zu tun und jene, die schon eine oder 2 Dosen erhalten haben, so früh wie möglich die Auffrischungsimpfung vorzunehmen.“<BR /><BR />Daten des obersten italienischen Gesundheitsinstitus (Iss) hätten nämlich gezeigt, dass das Risiko nach einer Coronainfektion zu sterben für Ungeimpfte 11 Mal höher läge als für doppel Geimpfte und sogar 17 Mal höher als für dreifach Geimpfte.<BR /><BR />„Die Impfung ist essenziell um uns selbst, unsere Liebsten und die Gemeinschaft zu schützen. Aber auch um die Wirtschaft, die Schulen und das Sozialleben weiterhin offen zu halten wie bisher“, so Draghi abschließend.<BR /><BR />