Donnerstag, 23. September 2021

Steigende Strom- und Gaspreise: Teil der Rechnung wird erlassen

Angesichts der stark steigenden Strom- und Gaspreise hat die italienische Regierung den Verbrauchern Kostenerleichterungen für den Rest des Jahres in Aussicht gestellt. Ministerpräsident Mario Draghi kündigte am Donnerstag an, dass im letzten Quartal 2021 ein Teil der Gasrechnung nicht bezahlt werden müsse.

Premierminister Mario Draghi will versuchen, die negativen Auswirkungen der steigenden Strompreise einzudämmen. - Foto: © ANSA / FILIPPO ATTILI / CHIGI PALACE PR

Familien und kleinen Unternehmen würden darüber hinaus Teile der Stromrechnung erlassen.

Geringverdiener bekommen zudem einen größeren Zuschuss für die Energiekosten als bislang, wie der Regierungschef bei einer Rede der Industriellenvereinigung Confindustria sagte.

Die Maßnahmen und Details wollte Draghi am Abend in einer Ministerrunde festzurren.

Die Hilfen kosten den italienischen Staat nach Angaben Draghis mehr als 3 Milliarden Euro. Ohne ein Einschreiten der Politik würden die Gaspreise bis zum Jahresende noch einmal um 30 Prozent, die Strompreise gar um 40 Prozent steigen, rechnete der Politiker vor.

Zugleich versprach er, dass es keine Steuererhöhungen geben werde – und bekam dafür Lob aus allen Parteien.

„In dieser Phase werden die Gelder verteilt und nicht einkassiert“, sagte er. Auch dank der Milliardenhilfen durch den europäischen Corona-Aufbaufonds setzt Italien darauf, dass die Wirtschaft weiter anzieht. Rom geht von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr um rund 6 Prozent aus – im Frühjahr waren 4,5 Prozent prognostiziert worden.


Ohne staatliches Eingreifen könnten im nächsten Quartal der Strompreis um 40 Prozent und der Gaspreis um 30 Prozent steigen.

Die Verbraucherzentrale Südtirol hat Tipps zusammengeschrieben, wie man sich vor dem Preisanstieg und zu hohem Stromverbrauch schützen kann.

dpa

Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden