Dienstag, 09. Februar 2021

Draghi will mehr Präsenzunterricht an Schulen

Unter der Führung von Mario Draghi, der voraussichtlich bereits bis Ende dieser Woche eine neue Regierung in Rom auf die Beine stellen könnte, bahnt sich in Italien eine radikale Wende in Sachen Unterricht an.

Mehr Präsenzunterricht gefordert.
Mehr Präsenzunterricht gefordert. - Foto: © shutterstock
Während der zurückgetretene Premier Giuseppe Conte stark auf Ferndidaktik als Vorbeugungsmaßnahme gegen Coronavirus-Ansteckungen gesetzt hatte, urgiert Draghi eine Rückkehr zum Präsenzunterricht.

Im Gespräch mit den Parteien, mit denen er seit Montag eine zweite Konsultationsrunde führt, kritisierte der Ex-Chef der Europäischen Zentralbank, dass seit Ausbruch der Pandemie in Italien zu viele Schultage verloren gegangen seien. Italien sei europaweit das Land, in dem die Schulen am längsten geschlossen blieben. So sprach sich Draghi für eine neue Planung des Schulkalenders aus. Die Sommerferien sollen heuer nicht wie üblich Mitte Juni beginnen, sondern erst im Juli. Außerdem sprach sich Draghi für die Anstellung von zusätzlichem Lehrerpersonal aus.

Das Thema Bildung liege ihm besonders am Herzen. So hatte er in mehreren Ansprachen zuletzt die Frage des Schul- und Universitätssystems als Mittel zur sozialen Förderung junger Generationen betont, vor allem jener aus den stärker benachteiligten Regionen des Südens.

In Südtirol gilt in Sachen Schulen jedoch ohnehin das Landesgesetz.


apa/stol

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