Drei große Koalitionen und die Protestbewegung „Cinque Stelle“ gelten als Hauptakteure des Wahlkampfes, das offiziell am kommenden Freitag mit der Vorstellung der Wahlsymbole beginnt.Hier die Liste der wichtigsten am Wahlkampf beteiligten Koalitionen und Gruppierungen.- Mitte-links-Allianz um Pierluigi Bersani: Dem Mitte-links-Block gehört der „Partito Democratico“ (PD) an, der es laut jüngsten Umfragen auf 33 Prozent der Stimmen schaffen könnte. Die PD geht eine Allianz mit der Gruppierung „Partito radicale“ um den Reformpolitiker Marco Pannella und mit dem „Centro Democratico“ um den Zentrumspolitiker Bruno Tabacci ein.- Mitte-rechts-Allianz: Der Mitte-rechs-Allianz gehören die Partei „Popolo della Libertà“ um Silvio Berlusconi und die föderalistische Gruppierung Lega Nord. Weitere Mitglieder der Koalition sind die Wahlliste um Ex-Wirtschaftsminister Giulio Tremonti und die süditalienische Partei „Grande Sud“.- Zentrumsblock: Der scheidende Premier Mario Monti feilt an einer Wahlliste aus Zentrumsparteien, die eine zweite Regierung unter seiner Führung unterstützen wollen. „Mit Monti für Italien“, heißt die Wahlliste, die mit dem Reformprogramm Montis um die Gunst der gemäßigten Wählerschaft wirbt. Er geht mit einer einzigen Wahlliste im Senat ins Rennen. Im Abgeordnetenhaus sind neben der Wahlliste Montis, auch jene der christdemokratischen UDC um Pierferdinando Casini und jene der Rechtspartei FLI (Zukunft und Freiheit in Italien) um den scheidenden Parlamentspräsidenten Gianfranco Fini vorgesehen.- Linksblock: Die Partei „Italia dei Valori“ (IDV) um den Ex-Staatsanwalt Antonio Di Pietro, sowie die altkommunistische „Rifondazione Comunista“ bilden eine Allianz mit der Gruppierung „Rivoluzione Civile“ um Staatsanwalt Antonio Ingroia, der sich um eine tiefgreifende Reform des Justizsystems bemüht.Movimento Cinque Stelle: Die Protestbewegung um Italiens Starkomiker Beppe Grillo könnte laut Umfragen über elf Prozent der Stimmen erobern. Der Kult-Satiriker und Erfolgs-Blogger Grillo mischt seit einigen Jahren die italienische Politik auf. Der Erfolg seiner Protestbewegung „Cinque Stelle“, die eine Kampagne gegen die „Kaste der Parlamentarier“, gegen Verschwendung im politischen System und gegen die Richtlinien der Europäischen Zentralbank (EZB) führte, übertrifft sogar die höchsten Erwartungen ihres Gründers. Bei den Regionalwahlen auf Sizilien im Oktober rückte die Protestbewegung mit 14,9 Prozent der Stimmen zur stärksten Einzelpartei auf. Sie schnitt sogar besser ab als Berlusconis PdL, die sich mit 12,9 Prozent begnügen musste.apa