Mittwoch, 07. Februar 2018

Dreisprachiger Kindergarten in Branzoll abgelehnt

Am Mittwoch hat der Landtag mit der Bearbeitung des Beschlussantrags zur Anpassung und Ergänzung mit dreisprachigen Sektionen des Gemeindekindergartens in Branzoll begonnen.

Der dreisprachige Kindergarten wurde abgelehnt.
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Der dreisprachige Kindergarten wurde abgelehnt. - Foto: © shutterstock

Der Abgeordnete von „L‘Alto Adige nel Cuore“ Alöessandro Urzí verpflichtete in seinem Antrag die Landesregierung die Nachfrage an Mehrsprachigkeit bei Eltern von Kindern im Vorschulalter zu berücksichtige. Außerdem fordert er die Ergänzung der Sektionen in den Kindergärten, um auch dreisprachieg Kindergärten anzubieten, und diese Schritte bereits für das Schuljahr 2018/2019 zu verwirklichen.

Grüne Fraktion und Team Autonomie ist dafür

Brigitte Foppa von der Grünen Fraktion befürwortet diesen Vorschlag, sie beobachte die Nachfrage bereits seit 10 Jahren. Riccardo Dello Sbarba, ebenfalls Grüne Fraktion, wies darauf hin, dass die Schule die zentrale Erfahrung im Leben der Kinder und auch der geeignetste Ort ist, um Mehrsprachigkeit zu vermitteln.

Es sei das Recht der Eltern, ihre Kinder so vielsprachlich wie möglich zu erziehen, findet Elena Artioli vom Team Autonomie findet. Die Identität der Kinder sei damit nicht gefährdet.  

Süd-Tiroler Freiheit dagegen

Eine Gefährdung der Lernfähigkeit sieht dagegen Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit. Knolls Parteikollegin Myriam Atz Tammerle verteidigt das Autonomiestatut und erklärt, dass man die Sprachen auch bei außerschulischen Aktivitäten lernen könne.

Landesrat Christian Tommasini sieht die Mehrsprachigkeit als positiven Aspekt in der frühen Kindheit, allerdings sollte man mehrere Optionen anbieten. Er forderte deshalb Alessandro Urzí auf, den Antrag zurückzuziehen. Er wurde mit 6 Ja- und 23 Neinstimmen abgelehnt. 

lpa/stol

stol