Montag, 18. Juni 2018

Drohschrift gegen Salvini in Bozen: „Die können einem nur leid tun“

Beleidigende bzw. Drohschriften gegen Minister Matteo Salvini, aber auch gegen die Regierung im Allgemeinen in Bozen und Trient lassen die Wogen hochgehen. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, um die Urheber auszuforschen.

Foto: Lega Südtirol
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Foto: Lega Südtirol

In Bozen wurde die Aufschrift „Basta buonismo. Salvini muori“ („Schluss mit Gutmenschentum. Salvini, stirb“) auf einem Zelt des „Volxfest“ von RadioTandem auf den Talferwiesen am Wochenende Gegenstand polizeilicher Ermittlungen und politischer Debatten, vor allem im Internet.

Beschimpfungen auch in Trient

In Trient hingegen gibt es auf mehreren Hausmauern im Stadtzentrum Schmähschriften gegen die aktuelle Regierung („Basta morti nel mare“ „Basta razzismo di stato“ – „Schluss mit den Toten im Meer“, „Schluss mit staatlichem Rassismus“), aber auch klare Botschaften an Salvini: „Salvini, carogna“ („Aas“) steht beispielsweise in der zentralen Romstraße zu lesen.

„Salvini mandante degli omicidi razzisti“ („Salvini Auftraggeber der rassistischen Morde“) auf der Mauer des Palazzo Calepini. Auf der Mauer des Rathauses, dem Palazzo Thun, steht „Non scordiamo Soumaila ucciso dal razzismo“ („Vergessen wir nicht Soumaila, der Opfer des Rassismus wurde“). Hier wird an den jungen Mann und Gewerkschafter aus Mali erinnert, der am 2. Juni in Kalabrien umgebracht wurde. Am Freitag Abend gab es einen Gedenkzug durch Trient in Gedenken an diesen jungen Mann.

Urheber werden gesucht

Die Lega in Südtirol kündigte an, diese Schriften so nicht durchgehen lassen zu wollen. Auch rechte Gemeinderatsparteien wollen auf politischer Ebene kämpfen – vor allem, um neuerliche Beiträge an betreffendes Radio zu verhindern.

Die Behörden haben Ermittlungen eingeleitet, um vor allem die Urheber der verschiedenen Schriften in Trient zu entlarven. Trients Quästor Massimo D' Ambrosio kündigte dies an.

Innenminister Matteo Salvini selbst reagierte recht gelassen auf die Schmähungen und Drohungen: „Certa gente fa pena“ („Manche Menschen können einem einfach nur leid tun“) schrieb er in einer Nachricht auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

D

stol