Mittwoch, 24. Februar 2021

Druck auf Draghi für mehr Bewegungsfreiheit in Italien wächst

Der Druck auf den neuen Premier Mario Draghi für mehr Bewegungsfreiheit wächst. So ist der Ministerpräsident auch mit wiederholten Aufrufen für eine Wiedereröffnung von Restaurants am Abend sowie für einen Neustart von Kinos, Theatern, Sportzentren und Schwimmhallen konfrontiert. Restaurantinhaber und Kulturschaffende demonstrierten diese Woche für Stützungsmaßnahmen.

Mario Draghi muss sich vielen Forderungen stellen.
Mario Draghi muss sich vielen Forderungen stellen. - Foto: © ANSA / FABIO FRUSTACI / Z23
Der Chef der Regierungspartei Lega, Matteo Salvini, traf am Dienstag Draghi, um das heikle Thema eines Neustarts der öffentlichen Lokale mit abendlichen Öffnungszeiten, der Kultur und Freizeit zu besprechen.

„Fitnessstudios, Sportanlagen und Kulturinstitute sollen wieder starten, wenn Sicherheitsvorkehrungen und Distanz gewährleistet werden“, sagte Salvini.

Draghi traf dann am Dienstagabend Agostino Miozzo, Koordinator des wissenschaftlichen Komitees CTS, das Italien in Sachen Pandemie berät. „Dem Premier haben wir die Situation geschildert. Wir sind umsichtig, die epidemiologische Situation ist in Italien derzeit nicht katastrophal. Über Wiedereröffnungen von Restaurants abends oder von Kinos und Sporthallen werden wir ein anderes Mal sprechen. Am Freitag werden wir ein neues Bild der Situation liefern; danach werden wird sehen, wie es weitergeht“, sagte Miozzo.

Die italienische Regierung hat am Montag im Kampf gegen die Corona-Pandemie das Reiseverbot zwischen den Regionen im Inland bis 27. März verlängert.

Italien hält überdies an dem seit Oktober geltenden Ampelsystem fest. Dieses habe zur Eindämmung der Infektionen beigetragen und sei auch im Kampf gegen die Virus-Mutationen nützlich, hieß es aus dem Ministerrat.

apa

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