Nur inoffiziell wisse er, Landeshauptmann Luis Durnwalder, von einem vom italienischen Staat beabsichtigten Auffanglager in Sterzing. „Offizielles weiß ich überhaupt nichts, keiner hat mit mir geredet“, erklärte Durnwalder am Sonntag.Ende letzter Woche habe sich das Regierungskommissariat telefonisch beim Generalsekretär der Landesverwaltung, Hermann Berger, mit diesem Anliegen gemeldet. „Dabei wurde gesagt, dass das Land auf Staatsgrund in Sterzing Container bereitstellen solle, um dort vorübergehend Flüchtlinge aufzunehmen, deren Identität erst festzustellen sei“, sagt Durnwalder.Nun sei es aber so, dass es italienweit bereits Auffanglager gebe, in Südtirol aber nicht. „Es macht daher keinen Sinn, hier ein neues Auffanglager einzurichten, wenn diese Menschen dann ohnehin nach Belgien oder Frankreich weiter wollen. Zudem ist Sterzing kein geeigneter Ort, um Flüchtlinge auf längere Zeit in Containern zu beherbergen“, erklärt Durnwalder.Man sei aber sehr wohl bereit die zugeteilten 20 Flüchtlinge in Südtirol unterzubringen. „Nicht alle 20 an einem Ort, sondern aufgeteilt. Die kriegen wir schon unter“, so Durnwalder.lu/D