Dabei ist derzeit noch unklar, war genau der Staat bei der Verteilung der Flüchtlinge plant. Das soll am morgigen Dienstag auf einer Konferenz mit den Regionen und Provinzen bekanntgeben werden. Für Südtirol wird Landeshauptmannstellvertreter Hans Berger daran teilnehmen."Wir wissen nicht, mit wie vielen Einwanderern zu rechnen ist, wie vielen der Status eines Flüchtlings zuerkannt wird oder woher die Gestrandeten stammen", so Durnwalder."Nachdem die Südtiroler Bevölkerung gerechnet auf die Gesamtbevölkerung rund ein Prozent ausmacht, sind wir bereit, einen entsprechenden Anteil der Flüchtlinge aufzunehmen", erklärte der Landeshauptmann.Das Innenministerium in Rom will die Nordafrikaner auf Auffanglager in allen Regionen verteilen, die Regionen bestehen aber darauf, dass sie nicht für die Einrichtung von Auffang- und Identifizierungslagern zuständig sind. Sie wollen nur als Flüchtlinge anerkannte Nordafrikaner aufnehmen. Da es sich bei den Flüchtlingen großteils um Illegale handle, für die Italien nur eine Durchgangsstation in andere EU-Länder sei, mache es wenig Sinn, in ganz Italien neue Auffanglager zu errichten, nur um ihre Identität festzustellen, betonte Durnwalder. Dafür gebe es bereits 13 Lager, das reiche.Falls man dennoch vorübergehend illegale Einwanderer aufnehmen müsse, werde es in Südtirol aber nicht ein einziges Auffanglager geben. "In einem solchen Fall würden wir versuchen, die Einwanderer auf geeignete Areale im Land zu verteilen", erklärte Durnwalder.Die Kasernen in Welsberg und Mals kämen dafür nicht in Frage, da sie abgerissen worden seien. Das Land prüfe derzeit zwei Standorte, „welche, das sage ich nicht, da es sonst sofort Proteste gibt“, so Durnwalder.stol