„So kann es nicht weitergehen“, sagt uns Durnwalder im Interview. Die Europäische Union und auch der Staat Italien müssten endlich einsehen, dass Wolf und Bär ein großes Problem für Südtirol und für das Trentino darstellen. „Die EU muss die Habitat-Richtlinie abändern“, so Durnwalder. Konkret: Der Schutzstatus müsse von „sehr geschützt“ auf „geschützt“ gesenkt werden, fordert der SVP-Senator. <h3> „Alles was darüber hinaus geht, soll getötet werden“</h3><BR />Damit aber noch nicht genug: „Ich habe in der zuständigen Gesetzeskommission im Senat einen Änderungsantrag eingebracht.“ In diesem fordert Durnwalder: „Es muss eine Obergrenze von Wolf und Bär geben.“ Alles was darüber hinaus geht, soll getötet werden. Es sollen also nicht nur Entnahmen von Einzelexemplaren möglich sei, sondern aller Bestand, der über der Obergrenze liegt. <h3> Italien hat die meisten Wölfe in der gesamten Europäischen Union</h3>Wo aber soll die Obergrenze liegen? „Das muss noch definiert werden.“ Klar sei aber, so Durnwalder, so könne es nicht weitergehen. Italien habe mit rund 3300 Wölfen die höchste Anzahl in der gesamten Europäischen Union.<BR /><BR />Und was die Bärenpopulation betrifft, so steige diese rasant an – vor allem im Trentino. Und es sei nur eine Frage der Zeit, bis diese auch in Südtirol heimisch werden. <h3> „Es hängt schlussendlich alles von der Habitat-Richtlinie der EU ab“</h3>Wie sieht Durnwalder die Chancen, dass diese Gesetzesänderung angenommen wird? „Ich glaube, die Chancen stehen nicht schlecht. Es hängt schlussendlich aber alles von der Habitat-Richtlinie der EU ab“, sagt er. Italien würde der Herabstufung des Schutzstatus von Wolf und Bär zustimmen, glaubt er. „Es hakt aber an anderen Staaten wie etwa Spanien, die dagegen sind.“<BR /><BR />Inzwischen, sagt er, werde er aber alles tun, was in Südtirols Kompetenz liegt, um etwas gegen die ständigen Bärenangriffe und Wolfsrisse auf den Almen zu tun.